Viersen: Retter im neuen Wagen unterwegs
zuletzt aktualisiert: 22.05.2007Viersen (RPO). Die Rettungswache der Stadt Viersen hat ein neues Einsatzfahrzeug. 160 000 Euro kostete es und ist nun seit zwei Wochen im Einsatz.
Doch was ist das Besondere an dem Fahrzeug? „Es ist das Koffersystem“, erklärte Frank Kersbaum, Chef der Feuer- und Rettungswache, gegenüber der Presse. Das Fahrzeug ist aus zwei Teilen zusammengesetzt. Dabei wird der Teil, in dem der Patient transportiert und behandelt wird, „Koffer“ genannt. Dieser wird auf ein Fahrgestell eines normalen Kleintransporters montiert. „Dabei ist das Koffersystem an sich nichts Neues“, sagte Kersbaum. In anderen Städten seien Kofferfahrzeuge schon länger im Einsatz. „Doch erst seit kurzer Zeit werden die Koffer nicht mehr aus Kunststoff, sondern aus haltbarem Aluminium gefertigt.“ Dies war der Anlass für die Stadt Viersen, einen neuen Rettungswagen anzuschaffen. „Sieben Jahre sind Fahrzeuge im Rettungsdienst haltbar, da sie meist mit Vollgas gefahren werden“, erläuterte Josef Holtschoppen, Leiter der Rettungswache. Dann müsse bei dem neuen Wagen nur das Fahrgestell samt Motor ausgetauscht werden. Auch in technischer Hinsicht ist das Fahrzeug auf dem neusten Stand. „Die medizinischen Geräte sowie Innen- und Außenbeleuchtung gewährleisten beste Erstversorgung des Verletzten“, sagte Kersbaum. Außerdem werde der Fahrer über ein neuartiges Navigationssystem von der Leitstelle zum Einsatzort geführt. „Ab dem Zeitpunkt, an dem ein Viersener in dem neuen Rettungsfahrzeug liegt, ist er bestens aufgehoben“, fasste Frank Kersbaum zusammen.
Drei Rettungswagen und ein Notarztwagen stehen dem Team der Rettungswache in Viersen derzeit zur Verfügung. Seit dem Neuerwerb gibt es zusätzlich einen Ersatzrettungswagen. Dass bei einem Notruf auch der neue Rettungswagen zur Unfallstelle fährt, konnte Josef Holtschoppen jedoch leider nicht versprechen.
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