1979: Ridder und der Umsturz im Iran
VON CHRISTIAN SPOLDERS - zuletzt aktualisiert: 01.08.20091979 (RPO). Lambert Ridder war 27, als im Iran die islamische Revolution stattfand. Schah Mohammad Reza Pahlavi wurde als Machthaber abgesetzt und die Monarchie für beendet erklärt.
"Ich habe die Geschehnisse im Iran damals sehr genau in den Nachrichten verfolgt", sagt der Kaldenkirchener. "Ich empfand es als Wahnsinn, dass sich ein mächtiger Mann wie der Schah verjagen ließ." Im Jahr zuvor war es zu immer massiveren Protesten von zehntausenden Iranern gekommen, mehrere hundert Demonstranten wurden getötet. "Der Rückzug des Schahs im Januar 1979 kam einer Flucht gleich." 1967 war bei Protesten anlässlich des Deutschlandbesuchs des Schahs der Student Benno Ohnesorg erschossen worden.
30 Jahre nach der Revolution reiste Ridder gemeinsam mit seiner Frau Helga zum ersten Mal durch den Iran. "Seit der Revolution hat sich die Bevölkerung mehr als verdoppelt, fast 70 Prozent der Iraner sind nach dem Umsturz geboren", hat Lambert Ridder erfahren. "Es ist ein neugieriges Volk geworden, dass sich nicht nochmal unterdrücken lassen will."
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