Niederkrüchten: Schätze vor der Haustür
VON ANITA HOLTERMANN - zuletzt aktualisiert: 16.08.2010Niederkrüchten (RPO). Geocaching ist eine modernen Form der Schatzsuche. Mit Hilfe von Koordinaten und GPS-Empfängern suchen die Entdecker nach dem nächsten Hinweis. Ein Ferienspaß für Kinder in Niederkrüchten.
Acht so genannte Caches gilt es in Oberkrüchten zu finden, bevor die letzte Koordinate vollständig ist, die schließlich zum Ziel führt. Mit einem gelben Gerät, das ungefähr die Größe eines Handys hat, gingen 17 Mädchen und Jungen im Rahmen der Niederkrüchtener Ferienbetreuung des "Doc Five" rund um ihre Heimatgemeinde auf moderne Schatzsuche: Ausgerüstet mit einem GPS-Empfänger, der keine Straßen, dafür aber die Richtung weist, in der der Schatz liegt, suchten die Kinder Stück für Stück die Ziel-Koordinaten zusammen. Die Etappenziele liegen nur wenige hundert Meter voneinander entfernt, das Gerät lotst die Kinder von Station zu Station. "Es funktioniert so ähnlich wie ein Navi", erklärt Eric Loll vom "Rollenden Jugendtreff", der die Kinde begleitet.
Registrieren im Netz
Gerät GPS-Empfänger sind ab etwa 80 Euro erhältlich. Alternativ lassen sich auch Navigationsgeräte oder Handys mit großem Display und Internet verwenden oder (sehr zeitaufwändig) Landkarten
Netz Weltweit sind derzeit mehr als 1,15 Millionen aktive Caches versteckt, rund fünf Millionen Menschen suchen nach ihnen www.geocashing.com
Hobby wird immer beliebter
Die moderne Schatzsuche, Geocaching genannt, wird immer beliebter, auch unter Erwachsenen. Im Internet teilen Geocacher die Koordinaten eines von ihnen versteckten "Schatzes" mit und geben teils auch Hinweise, mit deren Hilfe sich der "Schatz" heben lässt. Denn ganz bis zum Ziel führt das GPS-Gerät nicht, wie auch die Acht- bis 13-Jährigen Sucher aus Niederkrüchten und Schwalmtal feststellen müssen: Bis auf etwa zehn Meter genau lotst der Empfänger die Schatzsucher Richtung Ziel, dann muss noch ein wenig gesucht werden. "Das Schwierige ist, dass das Gerät das Ziel nicht ganz genau anzeigt", sagt die neunjährige Sonja Ryll, die eine "Forschergruppe" führt. Für die Kinder gibt es zusätzlich an jedem Cache eine kleine Aufgabe, die gelöst werden muss, bevor sie die ersehnten Buchstaben für die Zielkoordinaten erhalten. Doch die Kinder haben inzwischen gelernt, wonach sie an jedem Etappenziel suchen müssen: Irgendwo dürfte eine Tupperdose oder ein Filmröllchen versteckt sein. In solchen Verpackungen liegt meist der "Schatz". Doch nicht blinkendes Gold und Edelsteine erwarten die Kinder, sondern ein winziges Heftchen, das so genannte Logbuch. Darin tragen sich die Sucher ein, notieren Datum und Uhrzeit dazu , stecken das Büchlein wieder zurück und verstecken den Cache wieder an seinem Platz, damit auch der nächste Sucher seine Fundmeldung im Büchlein hinterlassen kann. Manche Caches sind als Tausch-Caches angelegt, in denen sich zum Beispiel ein kleines Spielzeug, ein Fußball-Sammelbildchen oder ähnliches befindet. Wer dort ein Teil herausnimmt, muss etwas Gleichwertiges hineinlegen für den nächsten. Zur Belohnung für ihre Suche fanden die Kinder aus Niederkrüchten einen richtigen Schatz am Ziel: einen Eis-Gutschein.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



