Kommentar: Scheibchenweise Aufklärung
zuletzt aktualisiert: 03.02.2010Kommentar (RPO). Der Beschluss des Aufsichtsrates der WFG Kreis Viersen dürfte ohne Vorbild sein: Ein unabhängiger Gutachter soll die Depot-Affäre durchleuchten. Die komplexe Materie fordert ihm vielschichtige Fähigkeiten ab, die von allgemeinen juristischen Grundlagen bis hin zu naturschutz- und jagdrechtlichen Details reichen werden. Bemerkenswert an dem Beschluss ist, dass der Aufsichtsrat die Angelegenheit extern klären lässt. Es ist das Eingeständnis, dass die Affäre nicht mehr mit eigenen Mitteln zu bewältigen ist und das Krisenmanagement – wen davon überhaupt die Rede sein kann – versagt hat. Die ursprüngliche Strategie der Politik, Rolf Adolphs zu bewegen, seinen Pachtvertrag mit der WFG zu lösen, ist damit hinfällig. Unabhängig vom Ausgang des Gutachtens wird nun auch der Kreistag jetzt zügig an die Aufarbeitung gehen müssen. Dort wird man wohl auf weniger Eigensinn als bisher im WFG-Aufsichtsrat stoßen. LUDGER PETERS
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