Schwalmtal: Schul-Klos "stinken" St. Wolfhelm-Schülern
zuletzt aktualisiert: 09.07.2009Schwalmtal (RPO). Der schlechte Zustand der alten Toilettenanlagen am St. Wolfhelm-Gymnasium beschäftigt nicht nur Eltern und Schüler, sondern jetzt auch die Politik. Wie Lothar Höckendorf, Fraktionsvorsitzender der CDU, im Schulausschuss berichtete, hatten sich in den vergangenen Wochen mehrfach Eltern an ihn gewandt, deren Kinder zuhause über die Toiletten klagten. Vielewollen offenbar gar nicht mehr in der Schule zur Toilette zu gehen, sondern kneifen lieber bis nachmittags die Beine zusammen. Ein unhaltbarer Zustand, finden die Eltern, zudem gesundheitlich bedenklich. Nach einem Ortstermin musste auch Höckendorf zugeben: "So geht das nicht weiter. Können wir nicht schon in den Ferien etwas daran ändern?"
Ein-Euro-Jobber als Aufsicht?
Gereinigt werden die knapp 40 Jahre alten Toilettenanlagen jedenfalls. Schulleiterin Barbara Cloeters wollte es denn auch nicht auf die Putzfirma geschoben wissen: "Die reinigt ordentlich." Die Geruchsproblematik allerdings hänge wohl "mit einer schlecht oder gar nicht funktionierenden Lüftungsanlage" zusammen. Zudem gebe es immer wieder einige Schüler, die Handtuchhalter oder Seifenspender beschädigten oder gezielt ihre Notdurft neben der Toilette verrichteten. Höckendorf wollte von der Verwaltung wissen, was denn aus den Ein-Euro-Stellen geworden sei, die mal eingerichtet worden seien, um Aufsicht zu führen. "Wenn es diese Stellen noch gäbe, wäre es vielleicht möglich, dass sich die Verwaltung bemühte, eine Kraft zu finden", so Höckendorf. Gerd van Grimbergen, Leiter des Fachbereichs Schule und Ordnung bei der Gemeinde Schwalmtal, berichtete: "Diese Stellen sind an unseren Schulen vorhanden, doch es mangelt an Menschen, die sie ausfüllen könnten." Nicht jeder, der Arbeit suche, sei auch für die Arbeit an Schulen geeignet, so van Grimbergen.
Schulleiterin Cloeters wollte vor allem für zwei Punkte Lösungsvorschläge haben: "Man müsste die Anlagen so sanieren, dass sie zumindest das Niveau der Aula-Toiletten erhalten." Die seien zwar auch alt, nach der Sanierung aber in einem deutlich besseren Zustand. Zudem müsse überlegt werden, wie sich eine Aufsicht organisieren lasse, "sonst macht es keinen Sinn, wenn man uns neue Toiletten dahin setzt und wir das Problem nicht in den Griff bekommen".
Einig waren sich die Politiker darüber, dass etwas geschehen muss – in den Ferien über's Knie brechen lässt sich das aber nicht. "Wir brauchen eine vernünftige Planung, das kann man nicht ad hoc entscheiden", stellte Jürgen Heinen (Grüne) klar. Die Ausschussmitglieder sprachen sich für eine Grundreinigung aus, außerdem soll überlegt werden, ob nicht doch eine Aufsicht gefunden werden kann oder ob nicht Eltern dort aktiv werden könnten. Zudem soll die Verwaltung prüfen, ob eine Sanierung nötig ist und was diese kosten würde.
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