Schwalmtal: Sieben Bäume müssen weg
VON BIRGITTA RONGE - zuletzt aktualisiert: 10.02.2012Schwalmtal (RP). Für das Baugebiet "Zum Burghof" in Waldniel hat Planer Alwin Gietemann die Straßenplanung vorgestellt. Für die zu fällenden Bäume an der Lüttelforster Straße soll Ersatz im nördlich verlaufenden Grüngürtel gepflanzt werden.
Sechs Stichwege und zwei Haupterschließungsstraßen sollen von der Lüttelforster Straße in das neue Baugebiet "Zum Burghof" in Waldniel führen. Im Planungsausschuss stellte Planer Alwin Gietemann jetzt die Straßenplanung vor, für die er mehrheitlich grünes Licht bekam.
Im Herzen der Wohnhöfe, zu denen die Stichwege führen, sollen Wendeplätze angelegt werden, auf denen auch Müllfahrzeuge rangieren können. Außerdem werden dort Parkplätze und Pflanzbeete angelegt. Stichwege und Rangierflächen sollen komplett gepflastert werden.
Der hinter den Wohnhöfen verlaufende Grüngürtel ist über schmale Fußwege erreichbar. Dort sollen auch Bäume als Ersatz für die angepflanzt werden, die gefällt werden müssen. Sieben Bäume sind betroffen, sie müssen den Einfahrten zu den Straßen ins Baugebiet weichen. Die Bäume, die entlang der Lüttelforster Straße sehr eng stehen, stellen allerdings für Autofahrer, die aus dem Baugebiet herausfahren wollen, ein Problem dar, erläuterte Gietemann. "Wenn die bis zur Straßenkante vorfahren, sehen sie nur vor den Baumstamm. Fahren sie noch weiter vor, stehen sie halb auf der Straße."
Baubeginn im Mai
Die Regen- und Schmutzwasserkanäle sollen zuerst an der Lüttelforster Straße, nach und nach von dort aus ins Baugebiet hinein verlegt werden. Baubeginn für Straßen und Kanäle dürfte nach Auskunft des Planungsamts im Mai sein, Planer Gietemann rechnet mit einer Gesamtbauzeit von sieben Monaten. Ende Juli/Anfang August könnte mit dem Hausbau begonnen werden.
Buchten an den Ausfahrten
Sein Vorschlag: Links und rechts jeder Einfahrt soll der Rand ein Stück vorgezogen werden, so dass zwischen diesen "Nasen" der aus dem Baugebiet kommende Autofahrer vorfahren kann, bis er Einblick in den Verkehr auf der Lüttelforster Straße hat. Ohnehin seien die Ausbuchtungen der Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung (Tempo 30) in diesem Bereich sicher zuträglich, fügte Gietemann an.
Der Geh- und Radweg, der heute entlang der Lüttelforster Straße bis zur Einmündung Breslauer Straße führt, soll als Gehweg bis zum Ende der Lüttelforster Straße fortgeführt werden. Ein in wassergebundener Bauweise über den Mutterboden aufgebrachter Weg, der mit Schotter abgedeckt wird, schone die Wurzeln der Alleebäume, erläuterte Gietemann.
Während der Bauarbeiten zwischen Kreisverkehr und Breslauer Straße soll eine Baustraße durch den Acker gelegt werden, auf die Fahrzeuge ausweichen können. Diese Baustraße würde später wieder abgerissen. Seien die neuen Häuser erst da, sehe er keine Verkehrsprobleme für die Lüttelforster Straße, so Gietemann. "Berechnungen zufolge würde bei voller Bebauung die Wartezeit am Kreisel von sechs auf acht Minuten steigen, das sind immer noch sehr gute Werte."
Einzig Manfred Böttcher (Grüne) kritisierte die Pläne für das Baugebiet insgesamt: "Ein sehr altertümliches Konzept, familien- und autogerecht. So hat man vor 20 Jahren geplant." Damit trage man dem demografischen Wandel keine Rechnung, für Senioren gebe es nichts.
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