Viersen: Sohn nach Angriff auf Mutter in Klinik eingewiesen
zuletzt aktualisiert: 21.05.2010 - 16:46Nach dem tödlichen Messerangriff auf seine Mutter ist ein 28 Jahre alter Mann aus Viersen in eine geschlossene psychiatrische Einrichtung eingewiesen worden. Gegen den psychisch kranken Tatverdächtigen solle ein Sicherungsverfahren zur dauerhaften Unterbringung in einer Klinik beantragt werden, sagte ein Sprecher der Polizei am Freitag. Der Mann sei aufgrund seiner Erkrankung nicht schuldfähig.
Der 28-Jährige hatte am Donnerstag in Viersen seine Mutter in deren Wohnung erstochen. Anschließend rief er seinen Vater an und berichtete, dass mit der Frau etwas geschehen sei. Der getrennt lebende Mann alarmierte die Polizei, die die 63-Jährige tot in ihrer Wohnung fand. Auch den Hund der Frau hatte der 28-Jährige getötet. Der Sohn wurde im Rahmen der Polizeifahndung in der Innenstadt von Viersen festgenommen.
Das Motiv ist unklar, da der 28-Jährige bislang zu der Tat nicht vernommen werden konnte. Nach Angaben der Polizei soll es sich bei der Mutter um die engste Bezugsperson des Mannes gehandelt haben. Auch der Hund soll für ihn sehr wichtig gewesen sein.
Nach Angaben der Polizei war der Tatverdächtige in einer Klinik in Viersen wegen seiner psychischen Erkrankung stationär behandelt worden. Ein Betreuer hatte eine zwangsweise Unterbringung des Mannes beantragt. Das hatte der zuständige Betreuungsrichter jedoch abgelehnt, weil der Mann nach Ansicht der behandelnden Ärztin keine Gefahr für sich selbst oder andere darstellte.
Zum Zeitpunkt der Antragsstellung hätten keine Tatsachen vorgelegen, die eine zwangsweise Unterbringung gerechtfertigt hätten, teilte das Landgericht Mönchengladbach mit. Aus einem ärztlichen Attest vom 18. Mai habe sich lediglich ergeben, dass der Mann wegen der Behandlung mit Medikamenten erneut stationär aufgenommen werden sollte.
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