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Brüggen: Soll die Kirchhofsmauer weg?

VON PAUL OFFERMANNS - zuletzt aktualisiert: 30.11.2011

Brüggen (RP). Beim Abschlussforum der Zukunftswerkstatt Brüggen diskutierten Brüggener mit Vertretern aus Politik und Verwaltung über die Stärken und Schwächen der Gemeinde. Fazit: Das Erscheinungsbild Brachts hat Priorität.

Oben an den Tafeln hängen die Namen der Schwerpunktfelder auf gelbem Papier: Tourismus und Freizeit zum Beispiel, Einzelhandel und Versorgung. Bürgermeister Gerhard Gottwald (vorn) stellte die Ideen dazu vor.  Foto:  Busch
Oben an den Tafeln hängen die Namen der Schwerpunktfelder auf gelbem Papier: Tourismus und Freizeit zum Beispiel, Einzelhandel und Versorgung. Bürgermeister Gerhard Gottwald (vorn) stellte die Ideen dazu vor. Foto: Busch

Brüggen als Tourismusort stärken, Bracht als Arbeits- und Wohnort für junge Familien hervorheben und Borns dörflichen Charakter unterstreichen – das sind Ziele, die sich die Gemeinde Brüggen nach Abschluss der "Zukunftswerkstatt" setzt.

Beim Abschlussforum der Zukunftswerkstatt im Brachter Bürgersaal diskutierten Brüggener Bürger mit Vertretern aus Politik und Verwaltung über die Ergebnisse der Stärken-Schwächen-Analyse, die das Büro Plan-Lokal aus Dortmund zusammengetragen hatte. Die Analyse bezog sich auf unterschiedliche Themenfelder wie Wohnen und Leben, Soziales, Verkehr und Mobilität, Freizeit und Tourismus, Versorgung und Einzelhandel sowie Wirtschaft.

Info

Vorschläge einreichen

Bis zum 10. Januar können sich Brüggener noch mit Ideen und Vorschlägen bei der Zukunftswerkstatt einbringen.

Weitere Infos gibt es im Netz: Die Verwaltung stellt die Präsentation des Abschlussforums und die dazu gehörige Niederschrift ins Internet (www.brueggen.de).

Noch im Januar soll es zu einer Ergebnisdokumentation – einer Zusammenfassung der Arbeitsergebnisse – kommen und dem Rat zur Entscheidung vorgelegt werden.

Auch der Klimawandel gehört dazu, in diesen Bereich fallen Zielen wie die Vermeidung von klimaschädlichem CO2-Ausstoß, die energetische Sanierung der Gebäude, energetische Standards bei Neubauten und allgemein die Anpassung an die Herausforderungen des Klimawandels.

Dazu gibt es auch Vorschläge zur Umsetzung, zum Beispiel, das Radwegenetz an die Bedürfnisse von "Alltagsfahrern" anzupassen, bei der Bestandssanierung eine Umbauberatung zu installieren und die lokalen Anpassungsmöglichkeiten für den Klimaschutz zu prüfen.

Brachter Kirche sichtbar machen

Was zuerst gemacht werden soll, das legten die Teilnehmer anhand einer Prioritätenliste fest. Thomas Scholle vom Büro Plan-Lokal stellte fest: "Die Weiterentwicklung des Ortsteils Bracht scheint den Brüggenern besonders am Herzen zu liegen."

So kam es denn auch: Als sich die Teilnehmer zum Schluss auf die wichtigsten Schwerpunkte festlegen sollten, fand der Punkt "Dorfentwicklung Bracht" die größte Zustimmung. Viele Wortmeldungen bezogen sich auf den Brachter Einzelhandel und die örtliche Gastronomie.

Der Wunsch der Teilnehmer an der Zukunftswerkstatt: Die Leerstände im Bereich Königstraße/Marktstraße müssen revitalisiert werden. Ein Fassaden- oder Ideenwettbewerb könnte das Erscheinungsbild Brachts verbessern, die Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt soll besser in das Ortsbild einbezogen werden.

Brachter Bürger plädierten dafür, die Bäume und die Mauer um die Kirche zu entfernen, damit das Gotteshaus sichtbar in den Mittelpunkt rückt. Die Kirche brauche sich "überhaupt nicht zu verstecken", befürwortete Thomas Scholle diese Idee.

Großen Anklang fand auch die Idee, die Jugendlichen in Brüggen zu fragen, welche Freizeitangebote sie sich wünschen. Die Befragung der Älteren (die Bürgerbefragung 50plus) trägt schon Früchte – unter anderem wurde ein Seniorenbeirat gegründet.

Auch die "Jedermann-Hilfe" kam so zustande. Sie wurde durch ihren Sprecher Dick Simmons vorgestellt. Das Netzwerk will hilfsbereite und Hilfe suchende Menschen zusammenbringen, der Verein befindet sich in der Gründungsphase.

Quelle: RP


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