Viersen: Stephan van der Zee: Anstoß am Tuspi
zuletzt aktualisiert: 20.08.2009Viersen (RPO). Noch vor einem halben Jahr hatte niemand damit gerechnet, Stephan van der Zee am Tuspi wiederzusehen. Zu diesem Zeitpunkt wartete er noch auf ein Spenderherz und er war zu schwach den weiten Weg zum Sportplatz zu gehen. Nach einer Herzmuskelentzündung, die im Juni 1999 diagnostiziert worden war, war van der Zee bereits stark in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt.
2005 musste ihm der erste Herzschrittmacher eingesetzt werden. Im Jahre 2008 war der Sportler kurzzeitig "die Sensation" als er ein Kunstherz implantiert bekam. Aber bereits nach sechs Tagen musste das künstliche Organ wegen schwerer Komplikationen wieder entfernt werden. Lange Zeit konnte van der Zee seine Wohnung nicht mehr verlassen – bis ihn im Juni 2009 der Anruf erreichte, dass ein Spenderherz gefunden worden sei. Er wurde erfolgreich durch Professor Jacob in der Uniklinik Essen operiert.
Heute ist er bereits wieder so agil, dass er alleine zum Sportplatz kommen konnte und jetzt symbolisch für das Freundschaftsspiel der Alten Herren und zum Pokalspiel der ersten Mannschaft des SC Viersen Rahser den Anstoß ausführte. Für ein halbes Jahr muss er natürlich noch besondere Hygienevorschriften beachten, aber danach, so sagen die Fachleute, wird er wieder ein "ganz normales" Leben führen können. "Wir wünschen ihm, alles Gute, so dass er jetzt auch wieder häufiger am Sportplatz mit dabei sein kann", so Jürgen Lankes, Pressewart SC Viersen Rahser.
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