Viersen: Stiftung fürs Altenheim
VON INGRID FLOCKEN - zuletzt aktualisiert: 14.11.2008Viersen (RPO). Das katholische Altenheim Theresienheim – zurzeit im Besitz der Pfarre Herz-Jesu – wird zum 1. Januar 2009 in eine Trägerstiftung umgewandelt. Damit bleibt es als katholische Einrichtung und als Mittelpunkt der Pfarre erhalten.
DÜLKEN Was lange währt, wird gut: „Der Marktplatz Dülken-Nord, das Theresienheim als Mittelpunkt unserer Pfarre, bleibt uns jetzt trotz der bevorstehenden Pfarrfusionen erhalten.“ Die Erleichterung ist allen Verantwortlichen anzusehen. Nach monatelangen Vorarbeiten erkannte das Land Nordrhein-Westfalen am 30. Oktober „die von der katholischen Kirchengemeinde Herz-Jesu Dülken-Nord mit Stiftungsgeschäft und Stiftungssatzung als selbstständige kirchliche Stiftung mit Zustimmung des Bistums Aachen errichtete Stiftung Theresienheim Herz Jesu – Dülken Nord – mit Sitz in Viersen-Dülken“ an. So der Wortlaut der Anerkennungs-Urkunde, die jetzt Pfarrer Theo Wolf seinen Kollegen des neuen Kuratoriums und Vorstand Josef Heinemann überreichte.
Theresienheim
Geschichte Auf Initiative von Pastor Johannes Hüsges errichtete die Pfarrgemeinde Herz-Jesu 1960 bis 1962 das Theresienheim für damals 68 alte Menschen. 1995 wurde es ausgebaut zu einem „Dorf, in dem man lebt“. Heute hat es 119 Plätze.
Schwerpunkt ist die Betreuung gerontopsychiatrisch erkrankter Menschen. Sondereinrichtung Das Theresienheim ist die einzige Einrichtung im Kreis Viersen mit einem „offenen Wegläuferschutz“ für demente Menschen.
Während Heinemann als Leiter des Altenheims auch als Vorstand der Stiftung hauptamtlich arbeitet, ist das Kuratorium als Kontrollgremium ehrenamtlich tätig. Vorsitzender ist Rudolf Neumann, wie sein Vize Wilfried Bach Mitglied des (Noch-)Kirchenvorstandes, Angelika Fischer ist Pfarrgemeinderats-Mitglied und wie Marlene Neumann auch ehrenamtliche Mitarbeiterin im Heim. Pfarrer Theo Wolf hat zugesagt, weiterhin ehrenamtlich Gottesdienste im Heim anzubieten.
Die Stiftung Theresienheim ist keine Förder-, sondern eine Träger-Stiftung, ihr Kapital sind die zwölf altengerechten Wohnungen in den Häusern an der Hartmutstraße. Die Mieterträge wie auch künftige Spenden unterstützen die Arbeit der Stiftung. Die katholische Pfarre Herz-Jesu wird am 1. Januar 2009 als Träger abgelöst, durch die neue Trägerschaft ist gewährleistet, dass das Theresienheim als einziges katholisches Altenheim in Dülken als katholische Einrichtung erhalten bleibt. Das Theresienheim ist ein wesentlicher Bestandteil des Gemeindelebens in Dülken-Nord und wird von einer Vielzahl von ehrenamtlichen, gut motivierten Mitarbeitern unterstützt und getragen, so Kuratoriums-Vorsitzender Rudolf Neumann.
Doch mindestens genau so wichtig ist für ihn die Verantwortung für die Angestellten des Theresienheims. „Wir sind hier ein großer Arbeitgeber.“ 125 Mitarbeiter, fast alle Frauen, verteilen sich auf 75 Planstellen. Als „Marktplatz“ ist das Heim aber auch Treffpunkt für die in Dülken-Nord angesiedelten Vereine: Bruderschaft, Gesangvereine, Senioren „Miteinander-Füreinander“ sind hier für ihre Aktionen willkommen. Schon jetzt nehmen einige Planungen der neuen Stiftung Form an: Installation einer Photovoltaik-Anlage im Dezember 2008 mit einer Stromleistung für 16 Einfamilienhäuser und die Einrichtung eines Sinnes-/Demenzgartens im Frühjahr 2009.
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