Schwalmtal: Was Schwalmtal zu bieten hat
VON BIRGITTA RONGE - zuletzt aktualisiert: 02.03.2011Schwalmtal (RPO). Der "Familienkompass" des Schwalmtaler Bündnisses für Familie ist fertig. Auf 68 Seiten führt das Heft Ärzte und Vereine, Schulen und Therapeuten, Kindergärten und vieles mehr auf. Eine Liste der Ansprechpartner vor Ort.
Was lange währt, wird endlich gut. So sehen es die Verantwortlichen für den Schwalmtaler "Familienkompass", der ab sofort in der Gemeinde erhältlich ist. Die Broschüre, 68 Seiten stark, bündelt Ansprechpartner aus Vereinen und Institutionen, nennt Therapeuten, Seniorenberater, Familienzentren, Ärtze, Zahnärzte und Angebote wie die "Nummer gegen Kummer" oder das "Rosa Telefon". Die Bündelung der Ansprechpartner vor Ort als Heft für "alle Lebenslagen" hat in Schwalmtal eine lange Geschichte: Schon 2006, noch bevor das lokale Bündnis für Familie in Schwalmtal gegründet wurde, stellte Straelens Bürgermeister Johannes Giesen die Idee im Schwalmtaler Jugend- und Sozialausschuss vor. Er riet auch, einen "Familienatlas" als Leitfaden zu erstellen, der Kontakte vor Ort bündelt.
Familienkompass
Erhältlich im Bürgerservice und im Familienbüro im Bürgerhaus Waldniel, Markt 20, sowie bei Apotheken und Banken
Herausgeber Schwalmtaler Bündnis für Familie e.V.
Ideen und Anregungen zum Heft können Schwalmtaler ab sofort mailen: schwalmtaler-familienkompass@hotmail.com
Internet Im April geht die neue Homepage des Bündnisses online, dort soll die Broschüre dann ebenso zu finden sein wie auf der Internetseite der Gemeinde.
Feste Größe im Gemeindeleben
Die Idee von Giesen vergaß man in Schwalmtal nicht: Das lokale Bündnis für Familie wurde 2008 ins Leben gerufen, ein Arbeitskreis innerhalb des Bündnisses kümmerte sich um den Leitfaden. Im Februar 2010 gründete sich der Verein "Bündnis für Familie" – aus dem bisherigen lockeren Zusammenschluss wurde eine feste Größe in Schwalmtal mit inzwischen 34 Mitgliedern. Seit die Idee mit dem Leitfaden aufkam, sammelt das Bündnis Spenden. "Ohne Sponsoren hätten wir Layout und Druck nicht stemmen können", sagt Maria Beiten, 1. Vorsitzende des Vereins. In einer Auflage von 2000 Exemplaren ist nun die Broschüre frisch erschienen. Sie ist beim Bürgerservice und im Familienbüro im Waldnieler Rathaus erhältlich, bei Apotheken und Banken in Schwalmtal sowie in den Familienzentren. Die Eltern aller jetzigen Kindergartenkinder erhalten das Heft sowieso, Neubürger bekommen es ebenfalls im Rathaus. Die Broschüre, betont Beiten, richte sich nicht nur an Familien im klassischen Sinne – Eltern mit Kindern – sondern sei schlichtweg für "jeden in Schwalmtal gedacht, egal ob Single, Senior, alleinerziehend oder neu zugezogen". Bei der Vorstellung der Broschüre dankte Kurt van de Flierdt, stellvertretender Bürgermeister, den Verantwortlichen des Arbeitskreises für die Erstellung des Hefts. "Wir können uns glücklich schätzen, dass Ehrenamtler diese Aufgabe übernommen haben", sagte van de Flierdt. Der "Familienkompass" sei eine große Hilfe – nicht nur für Zugezogene. Egal, ob Eltern einen Logopäden suchen, Erwachsene Theater spielen oder ein Instrument lernen wollen, Kinder die Pfadfinder kennen lernen möchten, Menschen einen Schuldnerberater brauchen oder meditieren möchten – in Schwalmtal ist alles möglich.
Streetworker Joachim Hambücher, der die Erstellung der Broschüre koordinierte, ist erleichtert, dass die größte Arbeit nun getan ist. "Es war sehr aufwändig, alle Ansprechpartner zusammenzutragen, Adressen und Telefonnummern zu kontrollieren und immer wieder nachzuhaken", sagt Hambücher. Wer nun durch den "Familienkompass" blättere, stelle aber vor allem eins fest: "Dass Schwalmtal eine ganze Menge zu bieten hat".
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