Viersen: Weichen für Neuanfang gestellt
VON PAUL OFFERMANNS - zuletzt aktualisiert: 26.03.2007Viersen (RPO). Positive Bilanz bei der Generalversammlung der Viersener Feuerwehr. Bürgermeister lobte Einsatzbereitschaft. Hans Jürgen Theveßen jetzt Führer des Löschzuges Viersen. Abschied für ehemaligen Wehrführer Hans-Josef Wilms.
„Wir befinden uns in einer Umbruchstimmung. Die Kameraden ziehen mit“, freute sich Brandamtsrat Frank Kersbaum, neuer Wehrführer der Stadt Viersen, bei der Generalversammlung der Viersener Feuerwehr am Freitagabend im Mehrzweckraum der Hauptfeuerwache an der Gerberstraße in Viersen. Sein Stellvertreter Brandoberinspektor Hans-Jürgen Theveßen wurde mit sofortiger Wirkung zum Führer des Löschzuges Viersen bestellt. Er ist für die Wehr der Stadt Viersen ebenfalls zuversichtlich: „Es wurden die Weichen für den Neuanfang gestellt. Es liegt nun an uns, die Zukunft zu entwickeln.“
Akzeptanz ist da
Ehrungen
Das Feuerwehrehrenzeichen des Landes NRW in Silber für 25 Jahre Feuerwehrdienst bekamen Willi-Georg Gormanns, Ralf Hommen, Volker-Heinz Borg, Lutz-Josef Bröker, Roland-Heinrich Bertges, Heinz-Michael Böken und Karl-Hans Külkens. Das Ehrenzeichen für 35 Jahre Feuerwehrmann erhielten Hubert Claßen, Werner Gormanns, Matthias-Paul Zellkes, Wolfgang Theven und Hans-Jürgen Hölters.
Da gab Bürgermeister Günter Thönnessen den Tipp: „Es sollte auch auf den Rat und die Erfahrung älterer Feuerwehrleute gehört werden. Junge Leute sehen die Dinge manchmal ganz anders. Man kann über viele Sachen reden – wie über den Newsletter der Feuerwehr. Ihr seid auf dem richtigen Weg.“ Thönnessen stellte heraus, dass Politik und Verwaltung die Arbeit der Feuerwehr positiv begleiten und alle Ratsfraktionen in Sachen Feuerwehr in einem Boot sitzen. Die Akzeptanz beim Bürger sei da. „Die Feuerwehr hat sich beim Großereignis, dem Orkan Kyrill, als leistungsfähig erwiesen. Die Bürger waren gut aufgehoben, weil sie mit ihrer Wehr rechnen können“, so Thönnessen.
Der ehemalige Wehrführer Hans-Josef Wilms ließ die Zahlen für die Arbeit der Feuerwehr sprechen: 328 Einsatzkräfte absolvierten 11 505 Stunden Bereitschaftsdienst. Die Wehr wurde zu 193 Bränden gerufen. Sie leistete 471 technische Hilfseinsätze. 819 Mal wurde sie alarmiert, davon 114 über Brandmeldeanlage und 705 über Telefon/Funk. Blinder Alarm erfolgte 57 Mal. Vier Mal gab’s böswilligen Alarm. 94 Mal ging der Notruf über eine Brandmeldeanlage ein. Die Feuerwehr zählt derzeit 446 Feuerwehrfrauen und -männer.
Zu seinem Abschied meinte Hans-Josef Wilms: „Mehr als 40 Jahre war ich jetzt aktiv im Dienst – eine lange Zeit. Meine Arbeit bei der Feuerwehr habe ich immer gerne gemacht. Da ich kein Beamter bin, muss ich aber noch bis zum 65. Lebensjahr arbeiten“, sagte 60-Jährige, Leiter der Kreisstelle für Feuerschutz in Dülken. Mit ihm schied auch Hans Holtschoppen aus, der als kommissarischer Fachbereichsleiter die hauptamtlichen Kräfte geleitet hatte. 20 Personen bekamen die Ernennungsurkunde zum Feuerwehrmann. Vier wurden zu Oberfeuerwehrmännern befördert und zwei zum Hauptfeuerwehrmann. Zum Unterbrandmeister wurde Dominik Schneider, Simon Gerstenhöfer, Marcel Oyen, Christian Brückner und Stefan Gotzen berufen, zum Oberbrandmeister: Helmut Funken, Günter Berger, Lars Hill, Thomas Maurer, Joachim Tilgner und Andreas Leyers sowie Ralf Hommen, Volker Borg, Lutz-Josef Bröker, Heribert Michael Stertz und Walter Hölters. Brandinspektoren wurden Mario Valles-Fernandez und Michael Lammertz.
Den Übertritt in die Ehrenabteilung machten Klaus-Detlev Kretzschmar, Hans Holtschoppen, Klaus Theodor Bohnen, Helmut Hühnerbein, Hans-Josef Wilms und Reinhold Tilgner.
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