Viersen: Ziel erreicht
VON HELGA SEIFERT - zuletzt aktualisiert: 25.09.2006Viersen (RPO). Das Internationale Jazz Festival Viersen ist endlich dort angekommen, wo es hingehört. Es reicht heute nicht mehr, ein zweitägiges Festival mit Top-Stars und Jazz auf höchstem Niveau anzubieten. Erst das Event-Erlebnis macht die Veranstaltung für Besucher (und damit auch für Sponsoren) interessant.
Das Geburtstags-Festival unterschied sich in vieler Hinsicht von Gewohntem. Zwei Big Bands bei einem Festival – das ist ungewöhnlich. Mit Peter Herbolzheimer und der WDR Big Band unter Leitung von Maria Schneider standen zudem zwei „Zugnummern“ auf der Bühne. Xaver Fischer, Inga Lühning und Peter Leuchter standen darüber hinaus für die Jazz-Vielfalt, die auch die jüngere Generation anspricht. Der Anteil junger Menschen im Publikum war in diesem Jahr auffallend groß. Und noch nie in der 20-jährigen Festivalgeschichte haben so viele Viersener den Weg in die Festhalle gefunden. Das lässt für die Zukunft hoffen.
Das Jazzfestival scheint die Krise überwunden zu haben. Die tolle Stimmung spricht dafür. Das neue Team hat gute Arbeit geleistet. Die Erfolgsgeschichte dieses Festivals aber ist untrennbar mit einem Namen verbunden: Ali Haurand. „Wir sind froh, dass wir diesen Menschen haben“, bekannte Kulturdezernent Dr. Paul Schrömbges. Dem ist nichts hinzuzufügen.
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