Viersen: Zum 22. Mal geht das Internationale Jazzfestvial über die Bühne der Festhalle. 55 Musiker zeigen die große Bandbreite des Jazz,
VON OTTMAR NAGEL - zuletzt aktualisiert: 13.09.2008Viersen (RPO). Auf ein interessantes Programm können sich die Besucher einstellen. Erstmalig sind vier Jazzsängerinnen vertreten, die alle zur internationalen Spitze zählen. Die Grammy-Preisträgerin Susi Hyldgaard begeisterte schon 2003 in Viersen und wird diesmal ein Programm mit der NDR Big Band auf die Bühne bringen. Auch Nils Landgren, gern gesehener Dauergast in Viersen, wird mit der NDR Big Band auftreten, ein Ensemble, das von Stars wie Al Jarreau zu den besten seiner Art weltweit gehalten wird.
Festivalkarten
Preise Tageskarte 30,50 (ermäßigt 15,25 ); Festivalkarte 47,50 (23,75 ). Abendkasse Einzelkarten 33,50 (erm. 17,50 –); Festivalkarte 50,50 (26). Junior’s jazz Open 9 .
Verkauf Kulturabteilung, Ruf 02162 101466; Online unter www.jazz-festival-viersen.de (Link zum Ticketshop) oder bei der Ticket-Hotline 01803-776842.
Durchbruch in Berlin 2001
Wie Hyldgaard hatte Landgren als künstlerischer Leiter des Jazz Fest Berlin 2001 auch Rigmor Gustafsson eingeladen, für die beiden Sängerinnen der internationale Durchbruch. Gustafsson, die sich als Interpretin einen großen Namen gemacht und zahlreiche Auszeichnungen und Chart Platzierungen erreicht hat, ist auf ihrer letzten Produktion erstmalig als Komponistin aktiv geworden. Einige ihrer Songs, die sich stilistisch zwischen Jazz und Pop bewegen, wird sie mit ihrer Band (Jonas Östholm, Piano, Christian Spering, Bass und Johan Holgerson) sicherlich auch in Viersen präsentieren: eine starke Fraktion beim Festival, die die hohe Qualität des skandinavischen Jazz unterstreichen und nicht nur Jazzfans begeistern wird.
Die Niederländerin Fay Claassen erntet zur Zeit Lobeshymnen für ihr brandneues Album „Red, Hot & Blue“, auf welchem sie die scheinbar ausinterpretierten Songs von Cole Porter in das Gewand des modernen Jazz kleidet und damit zu neuem Leben erweckt. Mit dem fantastischen Olaf Polzien am Piano, Ingmar Heller, Bass und dem Schlagzeuger Dennis Frehse hat sie eine ganz stark besetzte Band in Viersen dabei.
Und dann ist da die deutsch – persische Sängerin Cymin Samawatie, die mit ihrer Gruppe „Cymonology“ und gefühlvoll gesungener persischer Lyrik das Festivalprogramm um eine farbige Note bereichern wird. Traditionelle Strukturen werden von Cymonology mit Jazz feinmaschig verwoben, treibende Rhythmen wechseln mit melancholisch anmutenden Atmosphären. Die aktuelle CD „bemun“ war bei Stereoplay und mehreren Radiostationen CD des Monats.
Dem künsterischen Leiter Ali Haurand ist es (wieder mal) gelungen, auch ohne einen Riesenetat eine gute Mischung für das Festival zusammenzustellen: Der Schwerpunkt „Female Vocals“ hat wirklich Charme, die große Hardboptradition ist ebenso vertreten wie mutige, avantgardistische Projekte. Große Namen wie Jean Luc Ponty, Eddie Gomez oder Rashied Ali sorgen für Aufmerksamkeit über die regionalen Grenzen hinaus. WDR, 3Sat und ORF sind vor Ort und werden das Viersener Festival ausstrahlen.
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