50 Jahre Unterschied sind kein Problem
VON WILTRUD WOLTERS - zuletzt aktualisiert: 04.11.2008Drei Mal hieß der Sieger der Nettetal-Open bereits Sterkrade Alte Herren. Auch bei der vierten Auflage des vom FC Lobberich/Dyck organisierten Turniers in der Werner-Jaeger-Halle standen sie oben auf dem Siegertreppchen. Dabei hatten Wolfgang Bialek, Thomas Neuhäuser und Dietmar Röseler das überhaupt nicht auf dem Plan gehabt. „Eigentlich wollen wir den Pokal hier lassen. Er nimmt schließlich Platz weg“, meinten die Routiniers schmunzelnd.
Die Zurückhaltung der Seriensieger und Führenden der Rangliste hatte ihren Grund. Im Gegensatz zu allen anderen 14 Mannschaften, die mit vier Spielern antraten, waren die Sterkrader nur zu dritt. „Der vierte Mann ist uns wegen Halloween weggebrochen“, sagte Wolfgang Bialek. Aus der Not machten die Männer eine Tugend. „Zu dritt macht es mehr Spaß“, betonten Röseler und Neuhäuser, man müsse halt nur etwas mehr laufen. Obwohl die teilweise deutlich jüngeren Gegenspieler schneller auf den Beinen sind, kommt es beim Fußballtennis darauf an, den Ball zu beherrschen. Und darin macht den Routiniers so schnell keiner etwas vor. Das mussten auch die Youngster der New Generation vom FC Lobberich/Dyck anerkennen. Trotz zwischenzeitlicher Führung unterlagen die vier 17-Jährigen in der Vorrunde mit 14:22. „Fußballtennis ist ein außergewöhnlicher Sport“, erklärte Philipp. Mit dem Altersunterschied von bis zu 50 Jahren haben die Nachwuchsspieler kein Problem. Im Gegenteil. „Das macht Spaß. Es kommt schließlich auf die Technik und nicht auf das Alter an“, berichtete Mannschaftskollege Marcus.
Während die New Generation aus Dyck schon seit zwei Jahren ihrem Hobby nachgeht, machten die Männer des TSV Kaldenkirchen zum ersten Mal Bekanntschaft mit dem Fußballtennis. „Man braucht schon eine Eingewöhnungsphase“, meinte Klaus Wodka nach zwei Niederlagen zu Beginn. Dann lief es aber immer besser. Zwei Spiele gewann das Team und landete im Feld der 15 auf dem 13. Rang. Die New Generation erspielte sich mit ihren beiden Mannschaften die Plätze acht und neun. Der FC Lobberich/Dyck I wurde 5., Dyck II 7. Die Nettetaler Pumpenflitzer, die erstmals Lobberich/Dyck I schlagen konnten, schafften es als bestes Team der Region auf den vierten Platz. Im Finale siegte Sterkrade 10:8 gegen Burgaltendorf. Gegen dieses Team hatte Sterkrade in der Zwischenrunde in vier Jahren Nettetal-Open ihre allererste Niederlage kassiert. „Das Turnier lief sehr harmonisch und war für Fußballtennis richtig gut besucht“, sagte Organisator Jürgen Hendricks. Am Rande wurde Lobberich/Dyck II für den Aufstieg in die 1. Niederrheinliga geehrt.
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