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Schach: Am Brett unschlagbar

VON NADINE FISCHER - zuletzt aktualisiert: 14.12.2009

Zum vierten Mal in Folge ist Michael Coenen Sieger der Offenen Viersener Schach-Stadtmeisterschaft. Ein Remis reichte ihm in der letzten Runde, um Philipp Welzel in der Tabelle hinter sich zu lassen.

Zwei Stunden dauerte die Finalpartie zwischen Michael Coenen (links) und Michael Glinzk (rechts). Der Concorde Glinzk bot Coenen Remis an und fiel damit selbst vom vierten auf den sechsten Tabellenplatz zurück. Foto: RPO

Schach Bei der Offenen Viersener Stadtmeisterschaft sind neue Zeiten angebrochen. Die Sekunden und Minuten, die pro Zug verstreichen, werden nun nicht mehr analog gemessen, sondern mit genaueren Digitaluhren. Etwas anderes ist hingegen beim Alten geblieben: Der Stadtmeister heißt zum vierten Mal in Folge Michael Coenen (SG Köln-Porz). Mit einem halben Punkt Vorsprung vor Philipp Welzel (Sgm. Nettetal) war er in die siebte und letzte Runde eingezogen. Ein Remis gegen Michael Glinzk vom Turnierausrichter Blau Weiß Concordia Viersen reichte dann zum Gesamtsieg.

Sechs von sieben Punkten geholt

"Ein paar schwere Gegner sind hier immer dabei", machte Coenen kurz vor dem Finale deutlich, dass der Weg zum Stadtmeistertitel für ihn nicht jedes Jahr ein gemütlicher Spaziergang ist. In den Ergebnissen drückte sich das jedoch nicht aus: Sechs von sieben Punkten holte er im Turnier und verlor keine einzige Partie. Der zweitplatzierte Philipp Welzel erspielte fünfeinhalb Punkte. Hätte er seine letzte Partie gegen Norbert Eßer (Sgem. Hochneukirch) gewonnen und hätte gleichzeitig Coenen gegen Glinzk verloren, wäre Welzel Gesamtsieger gewesen.

Info

Tabellenspitze

Platzierungen 1. Michael Coenen (SG Köln-Porz), 2. Philipp Welzel (SG Nettetal), 3. Norbert Eßer, 4. Siegfried Coenen (beide Sgm. Hochneukirch) und Vinko Tunjasevic (Sfr. Süchteln)

Teilnehmer 30 Spieler traten bei der 18. Stadtmeisterschaft an

Partien In der Finalrunde wurden elf Partien gespielt, vier endeten Remis.

"Das ist aber nicht sehr wahrscheinlich", sagte der 23-Jährige wenig zuversichtlich, bevor er sich im Finale mit Eßer an den Tisch setzte. "Ich hab' im vergangenen Jahr ein paar Mal zugesehen und fand jetzt das Teilnehmerfeld sehr interessant", erzählte Welzel. Die SG Nettetal ist nicht sein erster Verein, vorher war er bei den Schachfreunden Süchteln: "In Nettetal spielen viele junge Leute", begründet Welzel seinen Wechsel. Er sei überrascht, bei der Stadtmeisterschaft Zweiter zu sein, sagte er, habe aber schon mit einem Platz im oberen Teil der Tabelle gerechnet.

Gegen seinen Gegner am letzten Turniertag, Norbert Eßer hatte Welzel zuvor noch nie eine Partie bestritten, der 49-Jährige war nach einer mehrjährigen Pause wieder bei der Stadtmeisterschaft dabei. Mit einem Sieg hätte Eßer den Nettetaler vom zweiten Platz verdrängt. Doch nach zwei Stunden am Brett bot ihm der Jüngere Remis an – und Norbert Eßer willigte ein.

"Für mich geht es hier in erster Linie um die Partien. Ich mache aus Trainingszwecken mit", erzählte der Hochneukircher, der in der Verbandsliga spielt. Als Philipp Welzel und er vom Tisch aufstanden, waren nebenan bei Michael Coenen und Michael Glinzk die neuen Digitaluhren noch im Einsatz. Doch nicht mehr lange. Dann bot Glinzk seinem Gegner Remis an, und der war einverstanden.

Michael Coenen hätte zu diesem Zeitpunkt sogar verlieren können und wäre trotzdem wieder Stadtmeister geworden: Dazu hätte ihm bei gleicher Punktzahl mit Philipp Welzel die bessere Feinwertung verholfen.

Quelle: RP

 
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