Reiten: Aufschrei bei Holger Hetzels Sieg
VON PAUL OFFERMANNS - zuletzt aktualisiert: 02.08.2010Reiten Der Letzte war beim mit 10 000 Euro dotierten schweren S-Springen mit drei Sternen der Beste: Beim Reit- und Springturnier des Reit- und Fahrvereins Lobberich an der Lüthemühle holte der Nationenpreisreiter Holger Hetzel von der RSG Schravelsche Heide nach der Siegerrunde unter sechs Teilnehmern den Sieg. Damit waren für den Landestrainer 2000 Euro Siegprämie verbunden.
Bei seinem Ritt herrschte Aufregung am letzten Hindernis, einer Mauer. Es sah ganz kurz so aus, als wollte sein Romualdo an diesem Sprung verweigern. Hetzel bekam mit ihm doch noch den Dreh. Ein Aufschrei durchs Publikum: Er ging mit ihm fehlerfrei über die Wand.
Bis nach Mitternacht
3000 Zuschauer harrten aus beim mit 3000 Euro dotierten Barrierenspringen der Klasse S. Das ging am Samstag erst nach Mitternacht zu Ende. Dirk Jerke vom RV Wevelinghoven hatte allen Grund zum Jubeln. Er raste hinterher mit Pelegrino Roco der Nürnberger vor Freude durch die Hindernisbahn. Als einziger von 16 Teilnehmern schaffte er die Höhe von 1,90 Metern. 1,80 Meter übersprangen auch Christian Weyen vom RV Uedesheim-Stüttgen mit Possibility und Stephanie Rudolphs vom RV St. Hubertus Herrenshoff-Abtshof mit Satellit. Hier waren die zwei Hindernisse zum Warmspringen weggefallen. Es ging nur noch über die vier Hindernisse auf einer Diagonale.
Alle fieberten mit der 22-jährigen Lokalmatadorin Anke Schepers auf ihrem zwölfjährigen Ronaldo. Sie übersprang 1,60 Meter, scheiterte dann an 1,70 Meter. Es wäre ihr dritter Sieg in Folge gewesen. "Ein Hattrick hat nicht sein sollen", tröstete sie Turniersprecher Frank Heublein. Der Hufschmied Heinz-Paul Meier (RTS Butschenhof-Süchteln) kam auf Enrico ebenfalls nicht über 1,70, die griechische Nationenpreisreiterin Miriam Sakellariou auf Lando schaffte nicht die erste Höhe (1,60 Meter). "Ich komme nicht aus dem Dressurlager. Bei der Dressurgala war die Stimmung einfach ergreifend", sagte eine mehr dem Springreiten zugeneigte Ingrid Schepers (Mutter von Anke).
Im Grand-Prix-Dressage ließ die Irin Judy Reynolds mit Remember (3., 64,255 Prozentpunkte) den Herren, Sieger Heiner Schiergen (RV Jan v. Werth Holzbüttgen) auf World Congress (1., 65,603) und Michael Faßbender (2., RC Heidgesberg) auf Quin Quattro (2., 64,397) den Vortritt. Die in ihrem Land als einzige Tanklasterfahrerin bekannte Dublinerin erreichte im Lobbericher Viereck auf Remember in der Flutlichkür den Sieg (74,350) – vor Heiner Schiergen (71,570) und Jana Freund (RV St. Georg Kevelaer), der erfolgreichsten Championatsreiterin aller Zeiten, auf Platz drei mit FS Louis le Bon (69,300).
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