Fußball: Cherfi hat Union verfeinert
VON STEPHAN MANGELS - zuletzt aktualisiert: 05.08.2010Der Trainer des Fußball-Landesligisten Nettetal ist mit seinen neuen Spielern zufrieden. Er hat am Spielsystem der Mannschaft gefeilt. Mit "One-Touch"-Fußball soll das große Ziel erreicht werden: der Aufstieg.
Acht Neue für Cherfi
Zugänge Dominik Waigl (GSV Moers), David Brauner (VfL Repelen), Benny Weecks (SV Straelen), Holger Jansen (SV Walbeck), Fabian Göckler, Martin Stroetges , Dennis da Silva, Andy Merkens (alle eigene A-Jugend)
Abgänge Michael Vieten (Rhenania Hinsbeck), Björn Blättermann (Hamborn 07), Dominik Backhaus (VfL Willich), Zudi Ziberi (unbekannt), Dennis Hofmann (unbekannt)
Trainer Josef Cherfi (wie bisher)
Rund eineinhalb Wochen muss Josef Cherfi noch warten, ehe seine Mannschaft das erste Meisterschaftsspiel der neuen Spielzeit hat. Und am ersten Spieltag kommt es gleich zu einer echten Standortbestimmung. Denn Union muss zum VfL Tönisberg, der zum erweiterten Favoritenkreis zählt. "Da wissen wir dann direkt, wo wir stehen", gibt Unions Chefcoach zu verstehen.
Doch bis dahin haben die Blau-Gelben noch ein wenig Zeit, sich um den Feinschliff zu kümmern. Bislang ist der Coach, unter dessen Leitung die Blau-Gelben seit seiner Amtsübernahme im Winter 2008/2009 auf heimischem Gelände noch ungeschlagen sind, mit dem Stand der Vorbereitung mehr als zufrieden. Die Grundlagen im Ausdauerbereich sind zur vollsten Zufriedenheit des Übungsleiters erledigt. "Selbstverständlich werden uns die Ausdauereinheiten während der ganzen Saison begleiten", sagt Cherfi.
Er hält es da ein wenig wie sein wesentlich prominenterer Trainerkollege Felix Magath. Jedoch wäre es falsch, den Trainer des FC Schalke 04 als sein Vorbild zu nennen. Zwar ist Fußball für den ehemaligen Torwart ein sehr schönes Hobby, aber unter Vorbildern versteht der Unternehmer dann doch eher Menschen, die etwas Großes vollbracht haben. Und die sind eher in der Geschichte zu finden, als im Sport.
Im Vergleich zum Vorjahr sieht Cherfi seine Mannschaft aber sogar ein Stück weiter: "Zum einen hat das Verletzungspech uns bislang verschont, zum anderen kann man bereits jetzt deutlich erkennen, dass der Kader in der Breite qualitativ zugelegt hat." Besonders wird der Unterschied zur vergangenen Spielzeit deutlich, wenn das Spiel mit und ohne Ball näher betrachtet wird. Das Mittelfeld, bereits im Vorjahr zu außergewöhnlichen Leistungen fähig, agiert aktuell noch schneller. Cherfis Wunschvorstellung, "One-Touch"-Fußball zu präsentieren, scheint erfüllt werden zu können: "Unser Spielsystem haben wir auch noch ein wenig verfeinert", sagt Nettetals Trainer.
Das dazu nötige Spielermaterial haben die Blau-Gelben auch zur Verfügung. Besonders die Leistungen der Neuzugänge Benny Weecks und Holger Jansen beeindrucken Cherfi. Beide könnten gleich in der Anfangsformation Unions zu finden sein.
Ungefähr steht das Team, das Union am ersten Spieltag auch wenn möglich bereits den ersten "Dreier" bescheren soll. "Es ist gut möglich, dass die Startelf ein anderes Gesicht hat, als noch in der letzten Saison", ist der Cherfi vom erhöhten Konkurrenzkampf und der daraus resultierenden Drucksituation angetan. Druck belebt das Geschäft und wer aufsteigen will, muss ohnehin mit solchen Drucksituation umzugehen wissen.
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