Handball: Das war‘s mit dem Aufstieg
VON WILTRUD WOLTERS - zuletzt aktualisiert: 18.12.2006In der Handball-Verbandsliga gab es für die SG Dülken und den TSV Kaldenkirchen Niederlagen in den Top-Spielen. Damit ist der Sprung in die Oberliga für das Grenzland-Duo in unerreichbare Ferne gerückt.
Verbandsliga Die SG Dülken und der TSV Kaldenkichen haben nun Klarheit. Der Aufstieg in der Verbandsliga wird ohne die beiden Grenzland-Teams entschieden. Nach der 32:37-Niederlage der SG Dülken gegen den Tabellenzweiten TV Krefeld-Oppum und der 36:47-Klatsche des TSV Kaldenkirchen bei Spitzenreiter Sportfreunde Hamborn, geht es für Dülken und Kaldenkichen nur noch darum „Best of the Rest“ zu werden. Hamborn und Krefeld-Oppum spielen derzeit in einer anderen Liga.
Die Enttäuschung der Dülkener war greifbar. Jan Barendsma lief mit tief gesenktem Kopf aus und ließ sich dann an der Hallenwand nieder. Drei Meter entfernt hockte bereits Spielertrainer Goran Sopov. Viele andere saßen in sich versunken auf der Auswechselbank. Es herrschte Stille. Jeder war mit sich alleine beschäftigt. Jeder wusste, dass er die Gründe für die Niederlage bei sich selbst suchen musste.
Planungssicherheit
In Dülken und Kaldenkirchen können die Handballer nun bereits mit den Planungen für die kommende Saison beginnen. Doch während das für den Aufsteiger aus Dülken ein großer Erfolg ist, sitzt die Enttäuschung bei den Kaldenkirchenern tief. Sie hatten sich nach der erfolgreichen letzten Saison deutlich mehr vorgestellt.
Die SG Dülken nahe dran an, aber eben auch keinen Schritt weiter. Die „berühmten Kleinigkeiten“ gaben den Ausschlag zu Gunsten der Gäste. Denn immer dann, wenn die Dülkener auf den Ausgleich drängten oder wie beim 28:27 sich hätten absetzen können, warf sie ein schwacher Wurf, eine Zeitstrafe oder einer der für Dülkener Verhältnisse ungewöhnlich vielen technischen Fehler zurück.
Die hoch motivierten Gäste machten das besser, vor allem ihr Linkshänder Tim Christall, der die Dülkener Abwehr samt Keeper ein ums andere Mal richtig alt aussehen ließ.
Das sah auch Dülkens Trainer Goran Sopov so: „Vielleicht wollten sie den Sieg auch mehr als wir.“ Am Ende fiel der Sieg um zwei oder drei Tore zu hoch aus. Doch während die SG wenigstens noch eine Siegchance hatte, war der TSV Kaldenkirchen in Hamborn ganz und gar chancenlos. Und das war ganz bitter. „Hamborn hat sich als Mannschaft präsentiert. Das war bei uns nicht der Fall“, musste Trainer Norbert Bayer eingestehen. Seine Mannschaft war von der ersten Minute an nicht in der Lage, die vorher angesprochenen taktischen Maßnahmen umzusetzen und lag schon zur Pause 15:23 zurück.
Süchteln auf dem Vormarsch
Der ASV Süchteln hat zum dritten Mal in Serie gewonnen. Gegen Schlusslicht St. Tönis war es jedoch ein „Pflichtsieg“. „Es wäre peinlich gewesen, wenn wir das Spiel verloren hätten“, meinte Trainer Niklas Eirmbter. Im Tor überzeugte Björn „Biene“ Birnig aus der Zweiten Mannschaft. Der Ersatz für die Verletzten Kai Hebben und Kai Brandenburg parierte unter anderem vier Siebenmeter. Tom Thelen traf schon bis zum 20:12 zur Pause neun Mal. Nach dem Wechsel baute der ASV den Vorsprung bis auf 32:21 aus und spielte das Spiel routiniert herunter.
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