Handball: Die SG Dülken will für die Oberliga reifen
VON WILTRUD WOLTERS - zuletzt aktualisiert: 17.11.2006Goran Sopov hat in dieser Woche viel zu tun. Es ist nicht so, dass der Mann Probleme aufarbeiten müsste. Im Gegenteil. „Es läuft alles prima. Wir stehen überraschend gut da. Aber das bedeutet nicht, dass wir arrogant sein dürfen“, meint der Spielertrainer des Handball-Verbandsligisten SG Dülken. Dieser Gefahr muss der Trainer in dieser Woche entgegen steuern. „Unser Sieg in Oberhausen war mehr als gut. Doch jetzt muss ich die Spieler herunterholen. Wir müssen auf dem Teppich bleiben. Es ist meine Aufgabe, dafür zu sorgen, aber es ist schwer“, sagt Sopov.
Mit beachtlichen 11:3 Punkten ist der Aufsteiger aus Dülken in die Saison gestartet. Und jetzt kommt am Samstag die HSG Wesel auf den Ransberg. Wesel, wie die SG Aufsteiger in die Verbandsliga, hat zuletzt vier Spiele in Serie verloren und steht mit 3:11 Punkten mächtig unter Druck. Daher warnt Sopov: „Wesel kann unangenehm wie ein angeschlagener Boxer sein. Wenn etwas an unserer Einstellung fehlt, können wir schnell alles verlieren.“ Die Gäste spielen mit einer offensiven und aggressiven Abwehr. Sie verfügen nicht über herausragende Einzelkönner sondern überzeugen als Mannschaft. „Ich hoffe, dass wir uns gegen dieses Team keinen Patzer erlauben“, sagt Sopov.
Mit dem Sieg in Oberhausen hat sich für die Dülken einiges verändert. „Wir sind keine Überraschung mehr. Wir haben den Respekt der anderen gewonnen“, sagte Sopov. Dafür arbeitet er mit seinem Team mehr als andere. Zwei Mal in der Woche ist Pflicht-Training, dazu gibt es eine freiwillige Einheit. „Da wo andere Probleme haben, weil sie nur sechs oder sieben Leute beim Training haben, bekomme ich manchmal Kopfschmerzen, weil ich 15 Mann da habe“, erklärt Sopov. Selbst am freiwilligen Training, das dazu dient, die A-Jugendlichen an die Spielkonzepte der ersten Herrenmannschaft heranzuführen, nehmen fast alle Spieler teil. Im Hinterkopf reift dabei das Ziel Aufstieg in die Oberliga. „In diesem Jahr wäre es übertrieben, aber mittelfristig sollte das machbar sein. Dazu müssen Mannschaft und Vorstand jetzt reifen“, meint Sopov.
Diese Sorgen hätte der ASV Süchteln gerne. Aber er kämpft wie die HSG Wesel gegen den Abstieg. Am Samstag kommt es für den ASV zu einem vorentscheidenden Duell beim Moerser SC. Süchteln ist noch ohne Sieg und Vorletzter. Moers kaum besser als Drittletzter. „Mit diesem Spiel kann eine Wende zum Positiven eingeleitet werden“, sagt ASV-Trainer Niklas Eirmbter. Ein positive Nachricht gab es während der Woche schon. Torhüter Kai Hebben hat sich im Spiel in Kaldenkirchen nicht wie befürchtet die Kreuzbänder gerissen. Ihm ist die Kniescheibe herausgesprungen. Deshalb wird er vermutlich schon in einigen Wochen wieder einsatzbereit sein. Bis auf ihn kann der ASV in bester Besetzung in Moers antreten.
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