Fußball: Doppelte Derby-Zeit in der Bezirksliga
VON CHRISTIAN SPOLDERS - zuletzt aktualisiert: 27.03.2008Für Burkhard Michels ist es ein Höhepunkt der Saison. „Die Nettetaler Derbys sind Highlight-Spiele“, sagt der Trainer der Reserve des SC Union Nettetal. „Die Jungs kennen sich alle untereinander und sind richtig heiß auf das Spiel.“
Am Sonntag (15 Uhr) spielt Unions Bezirksliga-Team beim TSV Kaldenkirchen. Allerdings wird Michels nicht dabei sein. Der 43-Jährige ist aus privaten Gründen verhindert. Josef Hommes wird ihn an der Seitenlinie vertreten. „Aber die Spieler freuen sich ohnehin so sehr auf das Spiel – da braucht man vorher fast nichts mehr sagen“, meint Michels.
Wer verliert, ist unten drin
Für Jochen Heußen wird es ebenfalls ein besonderes Spiel. Allerdings weniger wegen des Lokalduells, sondern vielmehr wegen der Tabellen-Situation. „Wir haben in diesem Jahr mit vier Punkten aus drei Spielen eine gute Bilanz und wollen daran anknüpfen“, sagt der Trainer der Kaldenkirchener, die mit einem Sieg den Vorsprung auf die Abstiegsplätze (derzeit sind es sieben Punkte) ausbauen wollen. Denn beide Trainer wissen: „Wer das Spiel verliert, der bleibt erstmal unten drin.“
Der Sieger kann sich hingegen Luft im Abstiegskampf verschaffen. „Wir haben ein schwieriges Restprogramm und wollen deshalb jetzt möglichst viele Punkte holen“, kündigt Michels an, auf Sieg spielen zu wollen. Mit einem Heimsieg würde der TSV am Lokalrivalen vorbeiziehen.
Auch Thomas Menzel wird seine Spieler nicht zurückhalten. Ähnlich furios wie der Dülkener FC vergangene Woche bei Viktoria Rheydt gewann, will Menzels Team auch im Viersener Derby gegen den ASV Süchteln antreten. „Wir wollen jetzt auch im Stadtgarten zeigen, was wir können“, sagt der Coach, dessen Team die vergangenen beiden Heimspiele in Serie gewonnen hat. Mit einem Sieg würden die Dülkener in der Tabelle bis auf einen Punkt an den Stadtrivalen heranrücken. „Das wäre ein wichtiger Sieg, da wir schließlich noch Platz fünf erreichen wollen“, sagt Thomas Menzel.
Eben jene Platzierung schwebt auch dem Süchtelner Trainer-Duo Karsten Rode und Dietmar Meurer zum Saisonende vor. Rode weiß, dass „der Derby-Charakter für einige Spieler sicherlich ein Reizpunkt ist“. Für den Trainer gehe es aber weniger um das Lokalduell, als denn um Wiedergutmachung für das Hinspiel. Da unterlag sein Team daheim 2:3. „Das wollen wir wieder ausgleichen“, sagt Rode, der bis auf die Langzeitverletzten Mike Rigas, Sergej Hofmann und Philip Zimmermann alle Mann an Bord hat. „Wir können in Bestbesetzung ran.“
Ebenso wie der Dülkener FC, vor dem Rode seine Spieler warnt. Das Offensiv-Duo Tobias Hansen (13 Tore) und Michel Sadik (acht Treffer) schoss in dieser Saison mehr als die Hälfte aller Dülkener Tore. „Sie haben eines der jüngsten Teams der Liga“, weiß Rode. „Ich habe großen Respekt vor ihnen.“ Sie können dafür sorgen, dass auch das Viersener Derby zu einem Höhepunkt-Spiel wird.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum