Handball: Dülken hat Sorgen: vielleicht ohne Vier
VON WILTRUD WOLTERS - zuletzt aktualisiert: 05.02.2009Handball Normalerweise bangt Dülkens Trainer Goran Sopov darum, dass seine Spieler die Karnevalstage ohne Blessuren überstehen. In diesem Jahr erwischt es die SG schon vorher. Nach Mark Kämmerling und Heider Thomas sieht es so aus, als ob auch Torhüter Kai Hebben aufgrund von Rückenschmerzen morgen (19.30 Uhr, Ransberg) gegen die HSG Düsseldorf II ausfällt. Zudem liegt Spielmacher Sven Weber grippekrank mit 40 Grad Fieber im Bett. Und das in einer Situation, in der die SG jeden Punkt gebrauchen kann.
Bis morgen bleibt den beiden nicht viel Zeit. Als Optimist hofft Sopov zwar bis zur letzten Sekunde auf den Einsatz derStammspieler Als Realist freundet er sich vorsichtshalber schon damit an, vier wichtige Spieler ersetzen zu müssen. "Mit einer solchen Situation muss man rechnen. Das passiert anderen Mannschaften auch. Nur leider können wir das nicht so kompensieren wie beispielsweise Düsseldorf, die sich von oben verstärken können", sagt er.
Im Hinspiel, einem der besten Spiele der SG in dieser Saison, gewannen die Dülkener 43:34 in Düsseldorf. Die Mannschaft, die damals bei der HSG auf dem Feld stand, ist mit der aktuellen in der Regel nicht zu vergleichen. Beim 41:41 bei Tabellenführer Aldekerk beispielsweise waren laut Sopov vier Spieler der Ersten Mannschaft dabei, die im Augenblick die Tabelle der Zweiten Bundesliga anführt: "Ich gehe davon aus, dass das auch gegen uns so sein wird, da die Erste am Wochenende nicht spielt."
Trotz aller Probleme gibt sich die SG nicht geschlagen. "Kein Spiel ist vorher verloren. Wir müssen die 60 Minuten erst einmal spielen und werden mit der Unterstützung unseres Publikums um jeden Ball kämpfen. In Dülken sind wir immer für eine Überraschung gut", sagt Sopov. Beim Blick auf die Tabelle wird deutlich, wie gut diese Überraschung der SG tun würde. Als Sechster stehen die Dülkener optisch sehr ordentlich. Allerdings beträgt der Abstand zu Schlusslicht Mettmann Sport nur fünf Punkte. Die halbe Liga kämpft gegen den Abstieg und bei einer Niederlage wäre Dülken mit dabei.
In der Verbandsliga will der TV Lobberich nach drei Niederlage in Folge endlich wieder gewinnen. Das Team um Dieter Pietralla spielt am Sonntag (11.45 Uhr) gegen den TV Walsum-Aldenrade. Der TSV Kaldenkirchen fährt nach dem Derby-Sieg gegen Lobberich mit breiter Brust zum TV Krefeld-Oppum. Landesligist ASV Süchteln muss bei Schlusslicht TV Krefeld-Oppum II antreten. Die SG Dülken II wittert in der Bezirksliga ihre Chance im Kampf um den Aufstieg. Nur ein Punkt trennt die SG von Spitzenreiter Kempen. Ein Sieg gegen St. Tönis ist daher Pflicht (Sa., 19.15 Uhr).
Frauen-Oberligist TV Lobberich erwartet mit dem SV Friedrichsfeld den Tabellendritten (So, 13.45 Uhr). Der TV muss wie beim Sieg in Düsseldorf auf eine Überraschung hoffen. Süchteln spielt bereits am Freitag in Neuss. Landesliga-Spitzenreiter SG Dülken spielt gegen Rheydt (Sa., 17.15 Uhr). Waldniel hat Rurtal/Hückelhoven zu Gast (So., 11.30 Uhr) und Kaldenkirchen trifft auf Schiefbahn (Sa. 18.15 Uhr).
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