Handball: Dülken verliert verdient
VON WILTRUD WOLTERS - zuletzt aktualisiert: 27.09.2010Im dritten Meisterschaftsspiel hat die SG Dülken die zweite Niederlage kassiert. Beim 26:33 gegen den Neusser HV fehlte dem Team die Durchschlagskraft. Viele Fehler machten die Hoffnung auf eine Wende immer wieder zunichte.
Handball-Oberliga Nein, so richtig schlecht spielten die Spieler der SG Dülken nicht. Sie gaben sich nie geschlagen, kämpften um jeden Ball. Aber sie spielten auch nicht gut – jedenfalls nicht gut genug, um die Neusser Abwehr ernsthaft und nachhaltig in Bedrängnis zu bringen. Die Gäste steuerten nach etwa einer Viertelstunde ihrem weitgehend ungefährdeten 33:26-Sieg entgegen. Denn die SG streute mit hoher Zuverlässigkeit immer dann gleich mehrere Fehler in ihr Spiel ein, wenn die Hoffnung aufkeimte, dem Spiel eventuell eine Wende geben zu können.
Ziemlich mutige Anspiele
So scheiterte Sebastian Sips beim 5:6 vom Siebenmeterpunkt. Gleiches passierte Pascal Mertens beim 7:10. Bei 8:12 versuchte die SG mit ziemlich mutigen Anspielen Fabian Reich am Kreis in Spiel zu bringen. Beim 11:15 kassierte Niklas Voß eine Zeitstrafe. Beim 14:17 vergab Tim Beier aus aussichtsreicher Position. Beim 17:20 verwandelte Sebastian Sips einen Gegenstoß nicht. Beim 24:28 traf Lars Witthake nicht. Die Serie ließe sich beliebig fortsetzen. Ebenso zahlreich waren die Folgen dieser Missgeschicke. Neuss erzielte in allen Fällen im nächsten Angriff ein Tor.
Witthakes Weltreise
Lars Witthake nimmt sich eine handballerische Auszeit und geht auf Weltreise. Nach der Abgabe seiner Examensarbeit zieht es den Handballer, der vor der Saison vom ASV Süchteln zur SG Dülken zurückgekehrt war, für einige Monate in die Ferne. Gegen den Neusser HV absolvierte Witthake sein vorerst letztes Spiel.
Dülkens Angreifern mangelte es an Durchschlagskraft. Der SG gelang es nicht, mit schnellem Spiel Freiräume zu schaffen. Fast alle Spieler suchten ihr Heil im Zweikampf. Doch die gut gestaffelte Neusser Abwehr stoppte diese Aktionen oftmals mit mehreren Akteuren. Außerdem scheiterte die SG mehrfach am guten Max Jäger im Neusser Tor. Hinzu kam – vor allem in der ersten Hälfte – ein wenig Wurfpech, als etliche Würfe an die Pfosten oder die Latte klatschten. Im Angriff fehlte der SG ein Spieler für die sogenannten leichten Tore. Für die war auf Neusser Seite insbesondere Andreas Mailänder verantwortlich. Der 30-jährige Rückraumspieler übernahm immer wieder Verantwortung und sorgte in der entscheidenden Phase um die 40. Minute herum für die Tore zum 18:14, 19:15 oder 21:17. Dülken leistete sich zahlreiche Fehler, Neuss zog auf 25:18 davon. In den letzten zehn Minuten riskierte die SG mit einer offensiven Abwehr alles. Das Team verkürzte zum 24:27. Mehr war nicht drin, denn Neuss nutzte die sehr schnell abgeschlossenen Angriffe der SG zum Gegenstoß und baute den Vorsprung wieder auf 32:24 aus.
Als bester Akteur stach Torhüter Sven Plath aus dem Team der SG heraus. Der Keeper hielt seine Mannschaft mit vielen guten Paraden lange im Spiel. Die Tore für die SG erzielten Niklas Voß (6/5), Pascal Mertens (5/1), Sebastian Sips (4/3), Richard Graefe (3), Peer Wagemann (3), Lars Witthake, Tim Beier, Rene Landwehrs, Fabian Reich und Max Greven.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum