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Handball: Engagement nicht belohnt

VON WILTRUD WOLTERS - zuletzt aktualisiert: 06.02.2012

Handball (RP). Die SG Dülken unterlag in der Handball-Oberliga dem Tabellenvierten SG Langenfeld etwas unglücklich 23:26. Dülken bleibt damit auf einem Abstiegsplatz. Lobberich war an diesem Wochenende spielfrei.

Die Dülkener Mark Kämmerling (vorne, Nr. 85) und Pascal Mertens (oben rechts) finden gegen die kompakte Langenfelder Abwehr nur schwerlich ein Durchkommen.  Foto:  Busch jun.
Die Dülkener Mark Kämmerling (vorne, Nr. 85) und Pascal Mertens (oben rechts) finden gegen die kompakte Langenfelder Abwehr nur schwerlich ein Durchkommen. Foto: Busch jun.

Handball Langenfelds Trainer Heino Kirchhoff machte sich eilendes Schrittes auf den Weg zu seinem Keeper Tobias Hanke. Und das hatte seinen guten Grund. Der Mann hatte der SG Langenfeld im Spiel bei der SG Dülken den 26:23 (13:12)-Sieg geebnet. In der entscheidenden Phase so um die 50. Minute herum, nach dem 21:21, brachten die Dülkener keinen Ball mehr an Hanke vorbei. Das wurmte vor allem Moritz Krumschmidt ganz gewaltig. Zweimal setzte der Rückraumschütze dem heranfliegenden Hanke den Ball auf den langen Arm, anstatt ihn trocken und schmucklos als Aufsetzer zwischen die Beine und damit ins Netz zu platzieren.

Acht Minuten lang traf Dülken nicht, obwohl die Mannschaft zeitweise in Überzahl spielte. Das 23:26 am Ende war für die SG Dülken unglücklich, der Sieg für Langenfeld aber sicher verdient. Denn handballerisch war es ein Qualitätsunterschied, der sich allein schon an den nackten Zahlen festmachen lässt. Langenfeld schickte 17 Spieler zum Aufwärmen, Dülken gerade einmal gut die Hälfte.

Info

Kreispokal

Männer Die SG Dülken geht am Dienstag (20 Uhr) als Favorit in das Halbfinale bei der TS St. Tönis.

Frauen Der ASV Süchteln trägt sein Halbfinale gegen Gartenstadt nicht aus. "Wir wollen unseren Fokus auf die Meisterschaft legen und haben eh schon viele Verletzte. Das Risiko ist uns zu groß", sagte Co-Trainer Felix Meißner.

Trotzdem trieb die SG die Gäste mit ihrem Engagement an den Rand des Wahnsinns. Max Greven und Lars Brandenburg entwickelten auf den Halbpositionen in der Abwehr wahre Beißerqualitäten. Ihre Gegner waren ihnen körperlich überlegen, dennoch ließen sich beide nur selten abschütteln. Im Zentrum räumten René Landwehrs und Mark Kämmerling auf. Das war die Grundlage für die knappe Führung der Dülkener über weite Strecken der ersten Hälfte.

Das Problem der Dülkener lag im Angriff, insbesondere im Rückraum. Gegen die ebenfalls starke Langenfelder Abwehr fand die SG mit zunehmender Spieldauer immer seltener eine Lösung. Nicht zuletzt, weil die Kräfte und die Konzentration schwanden. Insgesamt gelangen Dülken nur fünf Tore aus dem Rückraum. Die SG konnte nicht wie Langenfeld reagieren und immer wieder neue Spieler auf das Feld schicken. Langenfeld variierte im linken Rückraum, wo wechselweise der lange Fabian Düllberg aus dem Rückraum schoss und die Aktionen von David Rosiak ein anderes Abwehrverhalten erforderten.

Dülken hat diese Möglichkeiten nicht, vielmehr musste Moritz Krumschmidt, der verletzungsbedingt zwei Wochen nicht trainieren konnte, im linken Rückraum durchspielen. "Gegen solche Gegner reichen unsere Qualität und unsere dünne Bank nicht aus. Es war knapp und von daher leider enttäuschend. Aber ich kann keinem einen Vorwurf machen. Wir wollten gewinnen und haben alles versucht", sagte Trainer Goran Sopov.

Tore Pascal Mertens (7/5), Mark Kämmerling (6), Maximilian Greven (3), Moritz Krumschmidt (2), Lars Brandenburg, René Landwehrs und Fabian Reich.

Quelle: RP


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