Handball: Gipfeltreffen mit Lobberich
VON WILTRUD WOLTERS - zuletzt aktualisiert: 20.02.2010In der Verbandsliga will der Tabellenzweite TV Lobberich dem Spitzenreiter Dinslaken die erste Niederlage der Saison zufügen. In der Frauen-Oberliga ist Süchteln im Derby gegen den Tabellenführer klarer Außenseiter.
Handball Die Rollen sind klar verteilt. Die Frauen des TV Lobberich haben die Niederrheinmeisterschaft zehn Spieltage vor dem Saisonende in der Oberliga fest ins Visier genommen. Der ASV Süchteln hingegen wäre froh, am Ende der Saison nicht auf einem Abstiegsplatz zu stehen. Von daher käme alles andere als ein Sieg des TV Lobberich im Derby am Sonntag (17 Uhr, Karl-Rieger-Halle) einer Sensation gleich.
"Von uns erwartet keiner, dass wir gegen Lobberich etwas holen. Wir können nur gut aussehen", sagt Süchtelns Trainer Frank Schuren. Der Gegner sei auf vielen Positionen einfach besser besetzt und habe zudem einen Lauf. Obwohl sich beide Seiten bis ins kleinste Detail kennen, nehmen sie die Aufgabe nicht auf die leichte Schulter. Sowohl die Verantwortlichen des TV wie auch Schuren haben den Gegner in den Pokalspielen über die Karnevalstage noch einmal beobachtet. Beide Vereine zogen ins Endspiel des Kreispokals ein. Lobberich bezwang Grefrath, Süchteln setzte sich in Waldniel durch.
Ungeliebter Gegner
Aufgabe Mit der HSG Düsseldorf II hat die SG Dülken so ihre liebe Mühe und Not. Der Gegner liegt der SG überhaupt nicht. Am Sonntag muss der abstiegsbedrohte Oberligist in der Landeshauptstadt antreten. Angesichts der Ausgangssituation hilft der SG nur die Flucht nach vorne.
Trainer "Wenn der Gegner es zulässt, wollen wir unsere Chance nutzen", sagt Trainer Goran Sopov.
Wülfraths Niederlage motiviert
Dass Lobberichs ärgster Verfolger an der Spitze, der Turnerbund Wülfrath, gegen Gräfrath verloren hat, und dem TV damit ein kleines Polster verschafft hat, motiviert die Nettetalerinnen noch mehr. "Unser Ziel ist es, zu gewinnen. Wir dürfen uns jetzt keine Blöße geben. Aber man weiß ja nie, wie fit die Mädels nach Karneval sind", sagt Trainerin Melanie Baude, die derzeit von ihrem Mann René, Trainer beim TV Beyeröhde, tatkräftig unterstützt wird. Baude hofft damit, die beste Besetzung aufs Feld schicken zu können. Petra Urlichs ist aus dem Urlaub zurück. Simone Schulz und Susanne Wilske sind jedoch noch angeschlagen.
Die Männer des TV Lobberich stehen vor einer interessanten Herausforderung im Spiel beim konkurrenzlos guten Verbandsliga-Spitzenreiter in Dinslaken. "Wir wollen doch mal schauen, ob die nicht doch noch gegen einen Verbandsligisten verlieren können", erklärt TV-Trainer Dieter Pietralla. Bislang ist noch keiner Mannschaft ein Sieg gegen Dinslaken gelungen. Im Hinspiel waren die Lobbericher ganz nah dran: Beim 27:27 gab Dinslaken den bisher einzigen Punkt ab. Der TV muss allerdings auf George Barbee (verletzt) und Matthias Orlea (beruflich verhindert) verzichten. Mit geschicktem Abwehrverhalten will das Team versuchen, die Kreise von Marius Timofte einzuschränken und dessen Anspiele auf die Nebenleute zu verhindern.
Der TSV Kaldenkirchen hat am Samstag (18 Uhr, Süchtelner Straße) die große Chance, den Klassenverbleib endgültig klar zu machen. Mit einem Sieg gegen den Vorletzten, den VfL Rheinhausen, würde der Abstand auf elf Punkt anwachsen. "Dann sind wir jenseits von Gut und Böse, aber wir haben im Hinspiel schon nicht besonders berauschend gespielt", gibt Trainer Werner Konrads zu bedenken. "Rheinhausen kämpft bis zum Umfallen. Sie haben eine Spielweise, die uns nicht unbedingt liegt." Ihm fehlt Sven Withofs. Volker Terhaag ist ebenso wie Tamas Arato angeschlagen.
Der ASV Süchteln reist als Außenseiter zu Mettmann Sport. Für das Schlusslicht der Gruppe II ist es das letzte Spiel gegen eine der Spitzenmannschaften in der Gruppe.
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