Handball: Glanzleistung von Kai Hebben
VON WILTRUD WOLTERS - zuletzt aktualisiert: 03.11.2008Vor gut 300 Zuschauern hat sich die SG Dülken mit dem 24:24 gegen die Sportfreunde Hamborn einen Punkt erkämpft, aber auch einen durchaus möglichen Punkt verloren.
Oberliga Vor gut 300 Zuschauern hat die SG Dülken sich in einem spannenden zum 24:24 gegen die Sportfreunde Hamborn gekämpft. Der Aufsteiger festigt damit seine gute Position im oberen Tabellendrittel. Dennoch sagte Dülkens Trainer Goran Sopov: „Das war ein komisches Spiel.“
Die Gäste aus Hamborn, bis dato überraschend Schlusslicht der Liga, ließen von der ersten Minute an erkennen, dass sie unbedingt gewinnen wollten. Dülken war gefordert und hielt dagegen - allen voran Kai Hebben. Der alles überragende Torhüter der Dülkener wehrte schon in den ersten Minuten zwei Siebenmeter und einen Gegenstoß ab. Insgesamt parierte er 21 Bälle und ermöglichte mit seinen Glanztaten in der Schlussphase auch das Unentschieden. In der zehnten Minuten gingen die Gäste mit 3:2 in Führung. Es sollte für lange Zeit die letzte Führung der Gäste sein.
Haftmittel
Nach wie vor belastet die verbotene Haftmittelnutzung Dülkens Handballer. Auch nach dem Spiel gegen Hamborn dürften entsprechende Flecken zu sehen gewesen sein, denn die Hamborner gaben sich wenig Mühe, nicht zu zeigen, dass sie Haftmittel nutzen: so lief ein Spieler mit von Haftmittelflecken übersäten Schuhen auf.
Dülken ackerte und wurde belohnt. Trotz zahlreicher Zeitstrafen schon in dieser frühen Phase der Partie behauptete die SG nach dem 5:4 durch Mark Kämmerling auch in Unterzahl einen knappen Vorsprung. Ein oder zwei Tore legte die SG Dülken ständig vor, Hamborn ließ sich aber nicht abschütteln. Nur ein einziges Mal im gesamten Spiel erhöhte die SG auf drei Tore. Heider Thomas´ gewaltiger Wurf jagte zum 16:13 in die Maschen des Hamborner Tor.
Nichts für Feinschmecker
Es war kein Spiel für Handball-Feinschmecker - dafür stand für Hamborn zu viel auf dem Spiel und Dülken war zu selten in kompletter Besetzung auf dem Feld. 24 Minuten spielten die Dülkener in Unterzahl. Zu viel um im Angriff Tore herauszuspielen. Meist führten Einzelaktionen zum Erfolg. Die Gäste aus Hamborn gingen in der zweiten Hälfte erstmals beim 21:20 in Führung. Dülken ließ jedoch nicht beirren und glich immer wieder aus. Sebastian Sips sorgte schließlich per Siebenmeter zum 24:24 für den Endstand.
„Wenn man Unentschieden spielt, hat man einen Punkt verloren. Also muss man auch etwas falsch gemacht haben. Wir haben zwar nur 24 Gegentore kassiert, was für uns gut und selten ist. Aber wir haben auch nur 24 geschossen. Im Angriff haben wir zu viel verschossen“, sagte Sopov. Dennoch weiß auch er das Unentschieden als Erfolg zu werten. Schließlich hätte den Aufsteiger noch vor wenigen Wochen kaum einer in den oberen Tabellenregionen angesiedelt. Die Tore warfen Sebastian Sips (7), Mark Kämmerling (4), Sven Weber (3), Heider Thomas (3), André Indenhuk (3), Steffen Sips (2), Niklas Weiß und Tobias Reich.
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