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Handball: Harte Gegner für Oberligisten

VON WILTRUD WOLTERS - zuletzt aktualisiert: 25.11.2010

Der TV Lobberich muss zum punktgleichen Tabellenzweiten Mettmann-Sport. Wülfrath, Gegner der SG Dülken, ist zwar Vorletzter, jedoch nicht so schlecht wie sein Tabellenstand.

Lobberichs Spielertrainerin Melanie Baude muss sich auch am Wochenende beim Konkurrenten Mettmann Sport mit ihrem Team durchsetzen.  Foto: RPO
Lobberichs Spielertrainerin Melanie Baude muss sich auch am Wochenende beim Konkurrenten Mettmann Sport mit ihrem Team durchsetzen. Foto: RPO

Melanie Baude vom TV Lobberich versucht, den Druck von ihrer Mannschaft zu nehmen. Goran Sopov, Trainer der SG Dülken, mahnt gleichzeitig zur Vorsicht vor einem sogenannten "angeschlagenen Boxer". Kein Wunder. Die beiden Handball-Oberligisten aus dem Grenzland stehen am Wochenende jeweils vor ausgesprochen schweren Aufgaben.

Die Frauen des TV reisen als Tabellenführer zum Spitzenspiel beim punktgleichen Team von Mettmann-Sport. Die Männer aus Dülken spielen beim Vorletzten, dem TB Wülfrath. Sie könnten sich mit einem weiteren Erfolg an den Mittelfeldplätzen orientieren. Noch wichtiger ist dem Coach jedoch die Aussicht, den Abstand auf die Abstiegsplätze und den direkten Konkurrenten Wülfrath auf sieben Punkte erhöhen zu können.

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Kellerduell in Moers

In der Verbandsliga erwartet der TSV Kaldenkirchen ( Sa., 18 Uhr) an ungewöhnlicher Stätte in der Werner-Jaeger-Halle, den Tabellennachbarn HSG Vennikel/Rumeln/Kaldenhausen. Im Kellerduell der beiden Schlusslichter reist der ASV Süchteln zu den Moerser Adlern. Süchteln wartet als einziges Team noch auf den ersten Sieg. Lobberich spielt in Bottrop.

Das aber ist alles nur Theorie oder Wunschdenken. "Klassenerhalt bedeutet, im April genug Punkte zu haben. Wir müssen so weitermachen wie zuletzt, denn wir wissen, dass sich das alles sehr schnell ändern kann", sagte Goran Sopov. Als mahnendes Beispiel führte er Mettmann-Sport, den Gegner der vergangenen Woche, an. Nach dem formidablen Saisonstart mit 8:0 Punkten gab der Aufsteiger die letzten fünf Spiele in Folge ab und steht nun genau vor der SG, die fünf Punkte aus den vergangenen drei Spielen holte.

Den TB Wülfrath stuft er als sehr gefährlich ein. "Wir müssen sie wie einen angeschlagenen Boxer sehen. Sie kämpfen mit uns auf Augenhöhe", meinte Sopov. Der Vorletzte der Oberliga konnte bislang erst einen Sieg für sich verbuchen – und eben das irritiert den Coach: "Sie haben eine sehr starke linke Seite. Es ist ein Wunder, dass sie erst ein Spiel gewonnen haben."

Routinier Thomas Grugel, Kreisläufer Michael Steffens und die Brüder Schlierkamp gehören für ihn zu den herausragenden Spielern bei Wülfrath. "Ich weiß natürlich noch nicht, ob Grugel und Steffens, die zuletzt angeschlagen waren, fit sind. Aber mit ihnen sind sie eine Nummer stärker, vor allem in der Abwehr. Die SG wird voraussichtlich in der derzeit besten Truppe auflaufen können. Ihnen fehlt nur der Langzeitverletzte Steffen Sips.

Rückraum-Trio sorgt für Wirbel

Auch Melanie Baude ist froh, im Augenblick nur wenige Ausfälle verkraften zu müssen. Mit Kathrin Stark, Sandra Ewert und Petra Urlichs im Rückraum ist der TV deutlich schwerer auszurechnen, als noch vor einigen Wochen, als das Trio fehlte oder nur bedingt spielen konnte. Beim Spitzenspiel in Mettmann fehlt den Lobbericher Frauen nur Nicole Hölters.

Trotzdem versucht die Spielertrainerin, jeglichen Druck von ihrer Mannschaft zu nehmen: "Wir müssen am Ende nicht oben stehen und wir haben auch nie gesagt, dass wir aufsteigen wollen. Wenn wir ordentlich spielen, kann es knapp werden. Aber ich glaube, dass Mettmann der Favorit ist, weil wir uns gegen sie schon vergangenes Jahr schwer getan haben."

Quelle: RP

 
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