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Fußball: Hinsbecks großer Wille

VON CHRISTIAN SPOLDERS - zuletzt aktualisiert: 16.02.2010

Elf Punkte Rückstand auf den Aufstiegsplatz, acht Punkte Vorsprung vor den Abstiegsrängen. Die Fußballer von Rhenania Hinsbeck könnten der Rückrunde der Bezirksliga gelassen entgegen sehen. Machen sie aber nicht.

Defensive verbessern: Hinsbecks Trainer Tom Neber.  Foto: RPO
Defensive verbessern: Hinsbecks Trainer Tom Neber. Foto: RPO

Tom Neber will nicht groß klagen. Denn er weiß, dass er nicht der einzige Trainer ist, der mit der Vorbereitung auf die noch 14 Spieltage in der Bezirksliga so seine Probleme hatte. Das Wetter machte allen Teams einen Strich durch den Plan, das Trainingsprogramm ordentlich durchzuziehen – auch durch den von Rhenania Hinsbeck. "Zufrieden bin ich natürlich nicht", sagt Neber. "Die Winterpause war fast so etwas wie eine Katastrophe."

Ganze zwei Mal konnte der Trainer der Hinsbecker vernünftig trainieren lassen. Ansonsten wurde vornehmlich nur gelaufen oder in der Halle gekickt. "Schnelles Spiel, man ist immer in Bewegung und schön anstrengend ist es auch", nennt Neber die Vorteile der Einheiten auf den kleinen Feldern und im Warmen. "Aber ein richtiges Training kann man auch da nicht aufziehen."

Info

Der erste Spieltag

Die Derbys Hinsbeck empfängt den Dülkener FC sowie die VSF Amern Fortuna Dilkrath.

Die Heimspiele Der TSV Kaldenkirchen trifft auf die Preußen aus Krefeld, der SC Waldniel auf den VfB Uerdingen und die TSF Bracht spielen gegen den Linner SV, der tritt ASV Süchteln in der anderen Gruppe gegen den SC Kapellen-Erft an.

Das Auswärtsspiel Der SC Union Nettetal II muss bei der DJK/VfL Willich antreten.

Dabei haben die Hinsbecker durchaus Bedarf gehabt, das ein oder andere einzustudieren. "Wir müssen im Vergleich zur Hinrunde defensiv besser stehen", sagt Neber. "Gerade bei hohen Bällen haben wir zu viele Chancen zugelassen." Auch im Sturm drückt der Schuh ein wenig, da Roman Mackenschins mit einem Bandscheibenvorfall bereits länger ausfällt. Immerhin gibt es in Marcel Verstappen einen neuen Angreifer, auch Kevin Kleier ist nach seinen Knieproblemen wieder voll dabei.

Bei elf Punkten Rückstand auf den Aufstiegsplatz und acht Zählern Vorsprung auf die drei Abstiegsplätze mag man meinen, dass die Hinsbecker aber ohnehin nicht mehr viel vorhaben in dieser Saison. Dem ist aber nicht so. "Unsere Kurve ging zuletzt etwas nach unten", erinnert Neber an nur zwei Siege aus den vergangenen sechs Spielen. "Da kann man schnell wieder unten reinrutschen." Zumal mit dem Dülkener FC ein Gegner kommt, der jeden Punkt für den Klassenverbleib braucht und wohl voll auf Sieg spielen wird.

"Ich hoffe aber, dass wir den einstelligen Tabellenplatz, auf dem wir jetzt stehen, auch am Saisonende noch haben werden", sagt Neber. "Wir haben in der Hinrunde oft nicht so schlecht ausgesehen, doch es mangelte an der Konstanz." Das war auch in den Testspielen so. Dem 3:1 gegen den SV Straelen II folgte ein 0:2 gegen die DJK/TuS St. Hubert sowie ein 2:4 gegen die A-Jugend von Union Nettetal. "Wir pfeifen personell eben aus dem letzten Loch", sagt Neber. "Da ist es nicht einfach, sich einzuspielen."

Als großes Plus sieht er dafür die schon traditionell große Kameradschaft bei den Hinsbeckern. "Egal, wie viele Spieler ausfallen, die Jungs halten immer zusammen", sagt der Trainer. "Jeder gibt alles und zeigt den Willen, mit der Mannschaft Erfolg haben zu wollen." Da ist auch eine noch so verkorkste Vorbereitung nach dem ersten Spiel am Sonntag schnell vergessen.

Quelle: RP

 
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