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Im Westen was Neues

VON ANDREAS GRUHN - zuletzt aktualisiert: 18.09.2006

Sie mischen wieder mit: Die Handballer des TSV Kaldenkirchen dürfen sich zum 27. Mal berechtigte Hoffnungen auf einen Aufstiegsplatz machen. Beim Sieg gegen Walsum wurde deutlich, wie der neue TSV funktioniert.

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Zwei Aufsteiger?

Favorit Hamborn hat mit dem Geld des Bauunternehmers Walter Hellmich (sponsort auch die Fußballer des MSV Duisburg) mächtig aufgerüstet.

Relegation Da der Hülser SV sich aus der Oberliga zurückgezogen hat, steht im Raum, dass die beiden Zweiten aus den Verbandsligen eine Relegation um den freien Platz spielen sollen.

Verbandsliga Auf, Kaldenkirchen. Zum 27. Mal unternimmt der TSV jetzt den Versuch, einmal in die Oberliga aufzusteigen. Es ist ein Dauerroman, der sich im Grenzland Jahr für Jahr fortsetzt mit einem abo auf den dritten Platz der Abschlusstabelle: „Im Westen nichts Neues“. Vielleicht gibt’s ja diesmal doch was Neues und die Mannschaft schafft es, das Buch Verbandsliga einmal zuzuklappen. Wobei man am Ende der Spielzeit wohl nicht zwangsläufig Erster werden muss, um sich Hoffnungen auf die Oberliga machen zu dürfen (siehe Infokasten). Das zweite Kapitel (von insgesamt 26 Aufgaben), schrieb die Mannschaft am Samstagabend aber äußerst souverän. 32:25 (15:14) gewann der TSV Kaldenkirchen gegen den TV Walsum-Aldenrade. Das erfreuliche dabei: die Mannschaft wirkte stabil und ließ selten etwas anbrennen.

Der neue Rückraum

Entscheidend für ein „Happy End“ dürfte sein, wie kompakt die Mannschaft sich präsentiert. Dass sie das kann, bewies sie gegen den Gast aus Aldenrade. Rund 200 Zuschauer sahen eine Mannschaft, in die sich auch der Ungar Tamas Arato mit Freuden einfügte. Er durfte auf Rechtsaußen für den angeschlagenen Gerd Stolzenberg ran, seiner eigentlichen Stammposition. Immer wieder wurde er wunderbar freigespielt von seinen neuen Kollegen Sven Kuhlen (5 Tore) auf Halbrechts und dem 25-jährige Torsten Kalla (4) auf der linken Rückraumposition. So traf Arato sechsmal und hatte noch einige weitere gute Möglichkeiten. „Das ergänzt sich sehr gut“, meinte TSV Urgestein Arno Heyer.

Dazu darf Vollstrecker Sebastian Gerits (5) weiter seine Tore werfen, wenn er nicht permanent Manndeckung genießt wie gegen Aldenrade. Norbert Bayers neuer Rückraum – er scheint zu funktionieren. „Die neuen Spieler haben sich gut eingefunden“, befand Heyer.

Warum der TSV seinen Vorteil im Angriff nicht von Beginn an zahlenmäßig ummünzte, lag zum einen am Gegner, der stets gefährlich blieb. Zum anderen aber fehlte in der Abwehr phasenweise die Abstimmung. Zu oft ergaben sich Lücken, durch die Walsum Tore erzielte. Kaldenkirchens weitere Tore erzielten Sigitas Saulenas (5), der neue Kreisläufer Christian Konrads und Gerd Stolzenberg (3).

Eigentlich hatte Torwart Dieter Groetelaers seinen Abschied nach der Saison angekündigt. „Zum fünften Mal“, revidierte er nach dem Spiel. Ein bisschen Oberliga-Erfahrung zum Abschied würde er sich nicht nehmen lassen. Auch wenn die sportliche Leitung sich über die Oberliga noch keine Gedanken machen will.

Quelle: RP

 
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