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Handball: Immer 110 Prozent

VON WILTRUD WOLTERS - zuletzt aktualisiert: 13.11.2008

Kai Hebben hat maßgeblichen Anteil daran, dass die SG Dülken als Aufsteiger in der Oberliga auf den dritten Platz geklettert ist. Der Torhüter kam im Sommer vom ASV Süchteln und schlug voll ein.

Während Kai Hebben hinten für Ruhe sorgt, können vorne Dülkens Angreifer für die nötigen Tore sorgen, wie hier Heider Thomas. Foto: RPO

Kai Hebben gehört im Augenblick zu den auffälligsten Handballern in der Region. Der Torhüter der SG Dülken besticht durch herausragende Leistungen und hat großen Anteil am dritten Tabellenplatz. Seit fünf Spielen ist der Aufsteiger in der Oberliga ungeschlagen. „Momentan ist das für mich sehr positiv. Ich habe mir nicht vorstellen können, so einfach rein zu finden“, berichtet der 27-Jährige, der zu Saisonbeginn gleich in doppelter Hinsicht Neuland betrat.

Die Oberliga ist dynamischer

Hebben wechselte vom ASV Süchteln nach Dülken und spielt dort nun seine erste Oberliga-Saison. „Diese Klasse ist schneller und dynamischer. Die Spieler sind fitter und gewiefter in ihren Wurfvarianten. Da muss man immer versuchen, 110 Prozent zu geben. Das begeistert mich, denn die Liga ist einfach interessanter“, sagt er. Der Chemieingenieur bereitet sich neben den bis zu vier Trainingseinheiten pro Woche auch zu Hause akribisch auf jeden Gegner vor. Zu jeder Mannschaft schaut er sich Videos an und fertigt seine eigene Torhüter spezifische Analyse.

Info

Spitzenspiel

Landesligist ASV Süchteln fiebert dem Spitzenspiel beim Hülser SV am Sonntag entgegen. Mit großer Wahrscheinlichkeit werden sich beide Teams bis zum Saisonende ein spannendes Duell um den Aufstieg liefern. Der ASV kann sich mit einem Sieg im direkten Vergleich einen kleinen Vorteil erarbeiten. „Das ist ein extrem schweres Spiel, zumal uns Chris Glöckner als Gegenstoßläufer und Linksaußen fehlt“, meint Trainer Achim van Heinsberg.

Seit seinem vierten Lebensjahr spielt Hebben Handball. Zunächst beim TV Vorst, später dann vier Jahre beim ASV Süchteln und nun in Dülken. „Handball ist ein Teil meines Lebens“, erklärt der Keeper, der das Saisonziel Klassenerhalt gerne korrigieren möchte. „Wir müssen natürlich vorsichtig sein, aber das obere Mittelfeld sollte möglich sein“, meint er. Solange Hebben weiterhin nahezu 50 Prozent aller Bälle entschärft, ist das durchaus nicht ausgeschlossen. „Hauptsache wir gewinnen. Dann halte ich auch gerne weniger Bälle“, unterstreicht er. Bislang habe es noch keinen Gegner gegeben, mit dem er überhaupt nicht zurecht kam. „Es wird aber sicherlich auch Tiefs geben“, schränkt er ein, doch tunlichst nicht am Wochenende. Dann spielt die SG Dülken beim Achten, dem TV Ratingen, und Hebben will seinen Beitrag dazu leisten, dass Dülken den dritten Tabellenplatz halten kann. „Die Abwehr ist der Schlüssel zum Erfolg. Wenn wir das so wie in den letzten Spielen hinbekommen, haben wir auch in Ratingen eine Chance“, glaubt Goran Sopov. Der Trainer hofft, dass seine Spieler trotz der Siegesserie nicht abheben: „Wir haben erst sieben Spieltage hinter uns. Als Dritter stehen wir zwar in einer komfortablen Position, aber den Klassenerhalt haben wir noch nicht erreicht.“

Lobberich und Kaldenkirchen

In der Verbandsliga erwartet der TV Lobberich den TV Schwafheim. Wie die Dülkener erfreuen sich auch die Aufsteiger aus Lobberich am überraschenden Siegeszug in der neuen Liga. Schwafheim hat sich einem nicht ganz gelungenen Saisonstart mit einem Sieg gegen den TV Vorst neues Selbstvertrauen geholt. Bei eben jenen Vorstern muss der TSV Kaldenkirchen antreten. In der Demers-Halle hängen die Trauben hoch: Vorst hat bisher alle Heimspiele gewonnen.

Quelle: RP

 
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