Fußball: Josef Cherfi: Die richtigen Lehren ziehen
VON STEPHAN MANGELS - zuletzt aktualisiert: 18.09.2010Fast könnte man meinen, die 0:1-Niederlage des Landesligisten SC Union Nettetal beim Aufsteiger FSV Duisburg ist Trainer Josef Cherfi auf den Magen geschlagen. Noch zwei Tage nach der ersten Saisonniederlage der Blau-Gelben musste Co-Trainer Feyen das Training leiten. Doch es lag nicht an der Vorstellung seiner Mannschaft, dass sich Cherfi vom "sportlichen" Dienst abmeldete, als vielmehr an einem Magen-Darm-Virus, der den Übungsleiter außer Gefecht setzte.
Im Grunde hat der Coach auch keinen Grund zur Klage. Der SC Union liegt mit zwölf Punkten aus fünf Spielen voll auf Kurs, der in Richtung Meisterschaft führen soll. Zwar blicken die Nettetaler nicht mehr vom ersten Tabellenplatz auf die Gegner herab, doch als Verfolger in Schlagdistanz zum neuen Spitzenreiter Grieth lässt es sich auch sehr gut leben. "Ich hoffe nur, dass meine Jungens die richtigen Lehren aus dem Spiel in Duisburg gezogen haben", sagt Cherfi.
Vor dem Heimspiel gegen den VfB Uerdingen (morgen, 15 Uhr) ist sich Unions Erfolgstrainer sicher, dass sich seine Mannschaft die unnötige Niederlage der Vorwoche vergessen machen will und auch wird. Doch ein Funke Restunsicherheit bleibt. Denn nur zu oft haben leichtfertig vergebene Tormöglichkeiten dem Trainer bereits die Zornesröte ins Gesicht getrieben. Man hätte es bei konsequentem Ausnutzen der Möglichkeiten leichter haben können.
Wiedersehen mit Mike Klein
Dennoch ist man rund um die Christian-Rötzel-Kampfbahn mit dem aktuellen Zwischenstand zufrieden. Die Mannschaften, die nicht nur seitens des Trainerduos an der Tabellenspitze erwartet wurden, sind auch da zu finden. Da wirkt das Kräftemessen mit dem 13. der Tabelle eher schon als ein Duell "Goliath" gegen "David". Die Uerdinger werden vom ehemaligen Union-Spieler Mike Klein trainiert. Auch für Josef Cherfi ist Klein kein Unbekannter, trainierte Klein doch unter seiner Leitung, als er an der Seitenlinie des GSV Moers stand. Doch Komplimente und Wiedersehensfreude wird es nur vor dem Anpfiff geben. Denn für Union geht es nur um den Sieg.
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