Kaldenkirchen dominierte
VON WILTRUD WOLTERS - zuletzt aktualisiert: 03.12.2007Der TSV hat sich im Derby der Handball-Verbandsliga mit 38:20 gegen den ASV Süchteln durchgesetzt. Anschließend gaben sechs Spieler und Trainer Winter ihre Zusage für die kommende Saison.
Verbandsliga Einseitiger als das Derby zwischen dem TSV Kaldenkirchen und dem ASV Süchteln kann ein Spiel kaum verlaufen. Der TSV setzte nach einer in jeder Beziehung überlegen geführten Partie mit 38:20 (19:11) gegen den ASV Süchteln durch.
Das Schlusslicht aus Süchteln musste gleich fünf Spieler ersetzen. Neben Spielertrainer Dieter Könnes, der nach einer Erkrankung nur fünf Minuten durchhielt, fehlten Kai Hebben, Ralf Kegelmann, Sebastian Bröxkes und Joachim Schmit. Aufgrund dieser Voraussetzungen hatte die Mannschaft wohl den Glauben an ihre Chance verloren und spielte schlicht und ergreifend schlecht. „In dieser Verfassung haben wir diese Klatsche auch in der Höhe verdient. Aber unser Tag muss nächste Woche gegen Wesel kommen. In Kaldenkirchen müssen wir nicht gewinnen“, sagte Könnes.
Dülken zieht davon
Verbandsliga Die SG Dülken ist das Maß aller Dinge. Mit dem 36:34 bei der HSG Vennikel/Rumeln/Kaldenhausen landete das Team seinen zehnten Sieg im zehnten Spiel.
Verfolger Die HSG Mülheim/Oberhausen verlor beim TV Oppum überraschend deutlich mit 25:36, Dülken hat nun bereits fünf Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten aus Mülheim auf.
Verdiente Klatsche
Dem TSV kam die Süchtelner Schwäche gelegen. Christian Konrads (2) bekam schon nach zwölf Minuten die dritte Zeitstrafe. Da auch Sebastian Hahn fehlte, konnten sich Sigitas Saulenas und Sven Withofs im Abwehrzentrum einspielen. Wenig später zeigten die Schiedsrichter Sebastian Gerits (3) die Rote Karte. Doch der TSV steckte auch dies problemlos weg. Arato (8), Stolzenberg (7) und Heyer (6) warfen die meisten Tore. Daneben trafen Dyx (4), Tebart (4) und Saulenas (4).
Wichtiger als der deutliche Sieg waren dem TSV an diesem Wochenende aber die Personalplanungen für die kommende Saison. Kaldenkirchen ist damit ungeheuer früh dran, hat aber nun die Möglichkeit, sich gezielt nach Verstärkungen umzusehen. „Die Planung steht. Das ist ein wichtiger Schritt für uns, denn an der Personalie Gerits hängt sehr viel“, sagte Arno Heyer.
An Sebastian Gerits sind seit einigen Jahren viele Vereine, darunter auch sein ehemaliger Klub aus Dülken, interessiert, da er zu den besten Torschützen der Liga zählt. Doch Gerits hat allen Verlockungen widerstanden und bleibt auch im kommenden Jahr in Kaldenkirchen. Daneben haben auch Hanno Tebart, Christian Dyx, Gerd Stolzenberg, Christian Konrads ihre Zusage gegeben. Torwart-Dino Diter Groetelaers bleibt ebenfalls. „Er hat gesagt, er spielt bis er 50 Jahre ist“, sagte Heyer.
Auch die Trainerfrage ist geklärt. Rüdiger Winter wird den TSV auch im kommenden Jahr trainieren. Arno Heyer wird im als Co-Trainer zur Seite stehen.
Die Süchtelner wären froh, wenn sie überhaupt in dieser Richtung nachdenken dürften. Das Schlusslicht hat ganz andere Sorgen. „Wir wollen alles tun, um die Liga halten zu können. Dazu gehören möglicherweise auch Verpflichtungen von neuen Spielern“, sagte Dieter Könnes. Entscheidungen seien aber noch nicht gefallen. In jeden Fall werde man über den Jahreswechsel sowohl eine Planung für die Verbandsliga als auch einen Plan für die Landesliga erstellen.
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