Fußball: Kempkens’ Rückkehr und Ballis-Doppelpack beim 6:1
zuletzt aktualisiert: 12.02.2007Willi Kehrberg musste reagieren. Sechs Spieler fehlten dem Trainer des 1. FC Viersen für das Nachholspiel beim SV Hönnepel-Niedermörmter. Als letztes fiel Denis Bödeker mit einem Hexenschuss aus. „Da habe ich Werner Kempkens reaktiviert und gefragt, ob er uns helfen könnte“, sagt Kehrberg. Der 37-Jährige konnte. Beim 6:1 (1:0)-Sieg des Verbandsligisten hielt Kempkens die Abwehr zusammen. „Wobei ich aber dem ganzen Team ein Lob aussprechen muss, wie es als Mannschafts-Verbund 70 Minuten lang die Räume kompakt zugemacht hat“, lobte der Trainer.
„Klartext gesprochen“
Doch zu sehr wollte Kehrberg seinem Ensemble, dass sich mit dem Sieg beim Tabellen-Nachbarn auf den siebten Platz verbessert hat, nicht den Bauch pinseln. „Wir haben in den vergangenen beiden Wochen Klartext gesprochen und gehen auch im Training aggressiver zur Sache“, erklärt der Coach. „In Hönnepel konnte man sehen, was wir zuletzt besprochen hatten.“
Jan Ballis erzielte nach einem schnellen Tempo-Gegenstoß die Führung (29.). Kurz nach dem Seitenwechsel erhöhte Stefan Linser (48.). „In der anschließenden Phase hat Torwart Thomas Gerdes uns im Spiel gehalten. Obwohl er beim Gegentor nach einer Ecke nicht gut ausgesehen hat“, beschrieb Kehrberg den Gegentreffer (55.).
In Abwesenheit von Oliver Kremer, Daniel Franken, Michael Enache, Christian Adrian und Marian Mustac rutschte Werner Kempkens prompt zurück in die Chefrolle. „Er kennt die Mannschaft ja noch aus der vergangenen Saison. Seine Erfahrung hat uns in der Defensive sehr geholfen.“ Auch wenn Kehrberg moniert, dass seine Mannschaft zu tief gestanden habe. „Wir wollen unser Spiel noch zehn, 15 Meter weiter nach vorne verlegen, sodass der Weg zum gegnerischen Tor nicht mehr so weit ist.“
So fielen die weiteren vier Treffer nach dem gleichen Muster, dass der 1. FC die weiterhin munter offensiv spielenden Gastgeber auskonterte. Florian Meier (57.), Timur Ildeniz (69.), Christoph Kempers (78.) und erneut Ballis (83.) machten den höchsten Liga-Sieg seit Jahren perfekt. „Das Ergebnis müssen wir jedoch isoliert sehen, da es noch nicht zur Rückrunde gehört, sondern lediglich dazwischen geschoben worden ist“, tritt Kehrberg bewusst auf die Euphoriebremse. „Aber wir haben es nun selbst in der Hand, eine vernünftige Saison zu spielen.“
Vom Saisonziel, Platz sechs, trennt die Viersener nicht mal mehr ein Tor – lediglich aufgrund eines mehr geschossenen Treffers sind die punktgleichen Sportfreunde Baumberg besser platziert. „Das Potenzial ist aber da, unser Ziel zu erreichen“, sagt Kehrberg vor dem nächsten Liga-Spiel in zwei Wochen. „Dazu muss aber jeder mehr bringen“, fordert der Trainer.
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