Handball: Klassenunterschied aufgezeigt
VON WILTRUD WOLTERS - zuletzt aktualisiert: 15.12.2008Die Verbandsliga-Handballer des TV Lobberich besiegten den SV Schermbeck mit 34:21 und bleiben damit ungeschlagen. Der TSV Kaldenkirchen kam beim HC TV Rhede nicht über ein 28:28 hinaus.
Verbandsliga Lobberichs Verbandsliga-Handballer arbeiteten das letzte Meisterschaftsspiel des Jahres ganz entspannt ab. Die Spieler konnten sich zwischendurch ein breites Grinsen nicht verkneifen. Trainer Dieter Pietralla betrachtete das Geschehen ruhig an der Seitenlinie. Selbst bei den Zuschauern schlugen die Emotionen lange nicht so hoch wie in den Vorwochen. Die Lobbericher spielten gegen hoffnungslos überforderte Schermbecker einfach zu überlegen – ohne an die Grenzen gehen zu müssen.
„Wenn man an der Seitenlinie immer laut ist, hören einen die Spieler nicht mehr, wenn es wirklich wichtig ist“, erklärte Pietralla. In diesem Spiel war es nicht wichtig. Die Gäste spielten ersatzgeschwächt. Es war völlig unwichtig, ob der TV nun mit 13 oder 17 Toren Unterschied gewinnt. Nur klar sollte es sein. Und dafür sorgte Lobberich schon in der ersten Hälfte. Matthias Orlea sorgte mit dem 6:4 für die erste Zwei-Tore-Führung. Beim 15:9 zur Pause waren es schon sieben. Dieses Spielchen ging mit munter so weiter. Dank einiger starker Szenen von Jost Beckert im Tor baute Lobberich den Vorsprung relativ zügig auf zehn und mehr Tore aus.
Kreispokal
Jahresausklang: Kommende Woche steht das Viertelfinale im Kreispokal an.
Nachschlag: Der TV Lobberichkann sein erfolgreiches Jahr im Derby bei der TS Grefrath krönen.
Fraglich: Süchteln erwägt aus personellen Gründen einen Verzicht auf das Spiel gegen Adler Königshof.
Orlea traf am häufigsten
Dabei konnte sich das Team den Luxus erlauben, aus dem Rückraum einige Fahrkarten zu schießen und diverse Spielzüge gleich in Serie vorzutragen. Die Tore warfen Matthias Orlea (10), Tobias Liedtke (7/3), Dennis Föhles (6), Christopher Liedtke (4), David Schönkes (3), Dirk Sartingen (2), Julian van Kessel und Felix Rietzler.
Der TSV Kaldenkirchen musste sich mit einem 28:28 beim Schlusslicht HC TV Rhede zufrieden geben. „Wir können uns nicht beklagen. Nach dem 23:26 sechs Minuten vor Schluss sind wir noch mit einem blauen Auge davon gekommen“, sagte Arno Heyer.
Kaldenkirchen zeigte in einem zerfahrenen Spiel zu wenig, um gewinnen zu können. Die Mannschaft legte zwar bis zum 14:12 zur Pause immer vor, konnte sich aber nicht zuletzt aufgrund zahlreicher Unterzahlsituationen nicht absetzen. „Wir haben schlecht gespielt und uns gegen die offensive Abwehr nicht genug bewegt“, erklärte Heyer. Allerdings musste das Team auch einige Handicaps verkraften. Sebastian Gerits (8) kam zehn Minuten vor dem Anpfiff direkt von der Arbeit in Rhede an. Lars Witthake musste aufgrund einer Verletzung schon nach zwei Minuten aufgeben. Hanno Tebart ist erst gar nicht mitgefahren. Der Vorstand verständigte sich darauf, die Zusammenarbeit zu beenden, weil Tebart kaum trainieren kann.
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