Knipser gesucht
VON CHRISTIAN SPOLDERS - zuletzt aktualisiert: 07.12.2007Weil Torjäger Andre Küppers geht, wünscht sich Hinsbecks Trainer Helmut Mertens einen neuen Torjäger. Einen solchen würde auch Süchteln gern verpflichten. Insgesamt gibt es nur wenig Wechsel in der Fußball-Bezirksliga.
Fussball Sascha Buchberger und Andre Küppers sind zwei der wenigen Ausnahmen. Sie werden in der Winterpause ihren Verein verlassen. „Wegen der besseren sportlichen Perspektive“, sagt Küppers, mit 17 Treffern bester Torschütze der Bezirksliga. Er geht von Rhenania Hinsbeck eine Liga höher zur Reserve des SV Straelen. Buchberger war erst vor sechs Monaten zu Fortuna Dilkrath gewechselt. Nachdem Trainer Wolfgang Brück, wie der Mittelfeldspieler ehemaliger Odenkirchener, von seinem Amt zurückgetreten war, lag nahe, dass auch Buchberger den Tabellenvierten wieder verlassen würde.
Eine große Fluktuation befürchten die acht Grenzland-Teams in der Bezirksliga aber nicht. Zwar wünscht sich Hinsbecks Trainer Helmut Mertens einen gleichwertigen Ersatz für den scheidenden Torjäger, der ist jedoch schwer zu finden. „Deshalb plane ich mit dem Kader, der mir im Moment zur Verfügung steht“, sagt der Coach vor den letzten beiden Liga-Spielen des Jahres.
Wechsel-Modalitäten
Vereinswechsel sind in der Winterpause möglich.
Ablöse Der abgebende Verein kann die Ablösesumme festlegen und durch die Höhe einen Wechsel verhindern.
Spieler, die keine Freigabe erhalten, sind praktisch erst zur Saison-Abschlussfahrt spielberechtigt.
Vertragsamateure können bei einem neuen Verein unterschreiben und sind sofort spielberechtigt.
„Versuchen, etwas zu machen“
Einen Knipser hätte auch das Trainer-Duo des ASV Süchteln, Dietmar Meurer und Karsten Rode, gerne. Kai Heinen ist mit sieben Treffern erfolgreichster Schütze – er schaffte diese Bilanz allerdings in nur zwei Spielen. „Wir werden noch versuchen, auf dieser Position etwas zu machen“, sagt Meurer, dessen Team nach internen Querelen nur Sven Miesen verlassen wird.
Ebenfalls ohne neue Spieler, dafür mit zwei Abgängen (die Hoffmann-Brüder Dennis und Can) steht der TSV Kaldenkirchen da. „Eigentlich brauchen wir für unsere vielen Verletzten dringend Ersatz“, sagt Jochen Heußen, der im Sturm sogar auf Abteilungsleiter Uli Haas zurückgreifen muss. „Wir wollen aber in keinen Kaufrausch verfallen, sondern unserer Philosophie treu bleiben.“ Der Trainer hofft eher, dass er in der Rückrunde mit Rückkehrern rechnen kann: den Langzeitverletzten Michael Ploenes, Fabio Mele und Daniel Veken.
Dass Zusagen, gerade wenn ein anderer Verein spontan mit dem ein oder anderen Geldschein mehr winkt, nicht mehr unbedingt eingehalten werden, diese Erfahrung haben die meisten der Verantwortlichen gemacht. „Dieses Spiel wollen wir aber nicht mitmachen“, sagt Thomas Menzel, Trainer des Dülkener FC. „Wir gehen davon aus, dass ein Spieler, der eine Saison bei einem Verein beginnt, diese auch dort beendet.“ Seine Planungen gehen, ebenso wie die des SC Waldniel, eher Richtung Sommer. „Wir wissen, dass wir unsere junge Mannschaft noch verstärken müssen“, sagt Menzel. „Wir haben zwar zwei, drei Spieler im Auge, suchen diese aber gezielt für die neue Saison“, sagt Waldniels Obmann Heinz Kellers. „Ohnehin sehe ich nach unserer guten Vorrunde keinen Handlungsbedarf im Winter.“
Im Zuge der Kaderausdünnung werden sich Michael Scholz, Patrick Walter und Björn Michels von der Reserve des SC Union Nettetal verabschieden. „Neben der Rückkehr von Michael Flöck nach seiner Verletzung wollen wir aber noch einen Mann für die Offensive holen“, sagt Trainer Burkhard Michels.
Sein aussortierter Namensvetter schließt sich Liga-Konkurrent Blau-Weiß Concordia Viersen an. Außerdem ist Christian Bockers, der bereits in Viersen trainiert, ab Januar spielberechtigt. „Wir suchen aber noch dringend einen zweiten Torhüter, um vernünftig trainieren und Druck auf Martin Marxen ausüben zu können“, erhofft sich Burkhard Schuffels noch einen weiteren Zugang.
Fortuna Dilkraths Personal-Planungen sind hingegen abgeschlossen. Bastian Holthausen und Markus Marpe sollen den Kader verstärken und Sascha Buchberger ersetzen. „Wir haben im Sommer nicht darauf geachtet, dass wir in der Breite zu schwach aufgestellt sind“, hat Teamchef Stephan Laumen bemerkt. „Deshalb legen wir jetzt nach.“
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