Handball: Lobberich kämpft den Spitzenreiter nieder
zuletzt aktualisiert: 03.11.2008Verbandsliga (wiwo) Die Handballer des TV Lobberich hatten sich die Standing Ovations der begeisterten Zuschauer redlich verdient. Nach einer grandiosen Aufholjagd stürzte der Aufsteiger durch ein Last-Minute-Tor von Christopher Liedtke zum 30:29 den Tabellenführer MTV Rheinwacht Dinslaken.
19:10 führten die Gäste aus Dinslaken vor rund 300 Zuschauern gegen Ende der ersten Hälfte bereits. Es schien eine klare Sache zu werden und während sich der eine oder andere Zuschauer mit der Höhe der Lobbericher Niederlage beschäftigte, machte sich die Mannschaft an die Aufholjagd. „Das 10:19 war ein Schlüsselerlebnis. Wir haben die Köpfe hängen lassen und Dinslaken hat die zweite Garnitur eingewechselt“, sagte Lobberichs Trainer Dieter Pietralla. Bis zur Pause verkürzte der TV auf 15:20.
Christopher Liedtkes Siegtreffer
Pietralla war nicht entgangen, dass einige Dinslakener „schon mächtig pumpten“. Und so machte er seinen Männern Mut. Vom 18:23 warf Lobberich sechs Tore in Folge zur ersten Führung, dem 24:23. In der hektischen Schlussphase wollte Pietralla nach dem 29:29 eigentlich das Unentschieden sichern. Doch Dinslaken vergab die eigene Chancen zum Sieg durch einen technischen Fehler. Lobberich reagierte blitzschnell. Christopher Liedtke warf das entscheidende Tor und löste einen Sturm der Begeisterung aus. „Das war eine ganz starke Mannschaftsleistung. Wir haben Dinslaken niedergekämpft. Der Sieg war nicht unverdient“, freute sich Pietralla, zumal sein Team die Ausfälle beider Spielmacher, Matthias Orlea und David Schönkes, kompensierte.
Die Tore erzielten Chr. Liedtke (9), Föhles (8), Sartingen (7), T. Liedtke (3), Rietzler, H. Schönkes und van Kessel.
Der TSV Kaldenkirchen bleibt mit Spielertrainer Christian Konrads in der Erfolgsspur. Beim VfL Rheinhausen siegte Kaldenkirchen 28:25 (17:8). „In der ersten Hälfte haben wir aus einer sicheren Abwehr wirklich dominiert“, sagte Konrads.
Konsequent und sehr konzentriert erspielte sich der TSV Tor um Tor bis zum 17:8. Im sicheren Gefühl des Sieges ließ die Konzentration nach dem Seitenwechsel ein wenig nach. Die Rheinhausener, eigentlich eine Mannschaft, mit der TSV in der Vergangenheit immer Schwierigkeiten hatte, kamen besser ins Spiel. „Ich hatte aber nie das Gefühl, dass wir das Spiel noch verlieren könnten“, sagte Konrads. Didi Groetelaers im Tor des TSV war einmal mehr der Garant für den Sieg. Ebenso wichtig war Konrads jedoch der körperliche Einsatz, mit der sich der TSV im Angriff seine Chancen erspielte und auch ausnutzte.
Die Tore für den TSV warfen Arato (11), Gerits (8), Heinrichs (4), Greven (3), Terhaag(2).
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