Handball: Lobberich mit Arbeitssieg
VON WILTRUD WOLTERS - zuletzt aktualisiert: 16.03.2009Der TV gewann 34:32 in der Handball-Verbandsliga gegen die HSG Mülheim/Oberhausen. Der TSV Kaldenkirchen hatte den Erfolg vor Augen, unterlag jedoch beim Spitzenreiter Adler Königshof 32:34.
Statistik
Matthias Heinrichs (8/6), Sebastian Gerits (6), Tamas Arato (5/2), Lars Witthake (4), Volker Hesse (3), Christian Konrads (3), Sigitas Saulenas (2), Carsten Hille (1).
Lobberich Tobias Liedtke (13/7), David Schönkes (8), Christopher Liedtke (5), Dirk Sartingen (4), Matthias Orlea (3), Julian van Kessel.
Verbandsliga Die Handballer des TSV Kaldenkirchen wussten nicht, was sie mit dieser 32:34-Niederlage beim Tabellenführer Adler Königshof anfangen sollten. Sollten sie stolz sein auf eine grandiose Leistung oder eher sauer auf sich selbst, weil sie einen Vorsprung von sieben Toren nicht über die letzte Viertelstunde retten konnten?
Es war wohl beidem etwas. "Wir waren einfach zu blöd", sagte Sigitas Saulenas. Adler Königshof hat in dieser Saison noch kein einziges Spiel verloren. Gegen Kaldenkirchen war es fast so weit – aber eben auch nur fast. "Die sieben Tore muss man einfach retten", ärgerte sich Spielertrainer Christian Konrads.
Alternativen fehlten
Doch Kaldenkirchen ist nicht Königshof. Ohne Max Greven (Magen-Darm-Grippe) und Volker Terhaag (Nasenbeinbruch) fehlten dem Team die Alternativen. Die Konzentration ließ zunehmend nach. Kaldenkirchen kassierte laut Konrads einige "komische Zeitstrafen." Königshof kam dank der individuellen Klasse Tor um Tor auf. Nach dem Ausgleich zog der TSV aber noch einmal auf drei Tore davon, ehe Königshof sich in den letzten zwei Minuten doch noch den glücklichen Sieg sicherte.
"Wir hätten sicher einen Punkt verdient gehabt, denn wir haben aufopferungsvoll gekämpft. Aber in Unterzahl hatten wir in den Schlussminuten einfach kein Glück", sagte Konrads.
Der TV Lobberich siegte hingegen mit 34:32 gegen die HSG Mülheim/Oberhausen. "Das war ein Sieg des Willens. Wir haben das Spiel über die Disziplin gebogen", sagte Trainer Dieter Pietralla. Die Gäste erwischten den besseren Start. Über 7:4 und 8:5 führten sie bis zum 16:15 zur Pause. "Mülheim hat robust gespielt. Sie waren sehr präsent in der Abwehr und haben ihre Angriffe aus der Defensive sehr konzentriert vorgetragen", erklärte Pietralla.
Bei seiner Mannschaft hingegen funktionierte die Abwehr nicht wie gewünscht. "Aus der 6:0-Formation sind wir im Zentrum immer zu weit herausgerückt", berichtete der Trainer. Erst als Christopher Liedtke als vorgezogener Abwehrspieler die Wege zustellte, begann Mülheim Fehler zu machen.
Lobberich bekam das Spiel nun zusehends besser in den Griff, ohne sich allerdings richtig absetzen zu können. Für Dennis Föhles, der völlig abgemeldet war und kein einziges Tor warf, sprangen vor allem David Schönkes von der anderen Rückraumseite und Tobias Liedtke in die Bresche. David Schönkes erzielte acht Tore. Liedtke gar 13, davon sieben Siebenmeter.
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