Kanusport: Lobbericher nutzen den Heimvorteil
VON EBERHARD LANGE - zuletzt aktualisiert: 15.09.2010Die Stadtmeisterschaft der Kanuten hätte sich auch für einen Werbefilm für Nettetal und für den Kanusport geeignet: wolkenloser Himmel, klares Wasser, fröhliche Kinder, sportliche Erwachsene, glückliche Eltern und spannende Wettkämpfe.
Wegen des Wasserpflanzenwuchs und der Wasserpest im großen Wittsee wurden die Wettbewerbe auf dem Nettebruch (Lobberich-Flothend) ausgetragen. "Wir freuen uns, dass wir Gastgeber dieser Stadtmeisterschaften im 40. Jahr der Stadt Nettetal sein können", freute sich Petra Peuten, Geschäftsführerin des Ruder -und Kanu Club Lobberich (RKCL).
Früher wurde die Kanu-Stadtmeisterschaft im jährlichen Wechsel mit dem WSV de Wittsee ausgetragen. "Leider ist der Wittsee wegen der Wasserpest nicht mehr für solche Wettkämpfe geeignet. Wir freuen uns, dass es hier auf dem Nettebruch noch möglich ist", sagte Klaus Scheffler, Abteilungsleiter Kanupolo beim WSV de Wittsee.
Zeitweise schien die Regattastrecke auf den zwölf Hektar großen Nettebruch zwischen Breyell und Lobberich zu kochen. In Einern, Zweiern und Vierern, in Rennkajaks und in Kanadiern ermittelten die Kanuten ihre Stadtmeister. Auf dem Vereinsgelände des RKCL herrschte Hochbetrieb. Auch in diesem Jahr verstanden es die RKCL-Kanurennsportler ihren Heimvorteil zu nutzen und räumten ein Gros der Titel ab (siehe "Ergebnisse").
Sie waren zudem im Vorteil, weil ausschließlich auf den gewöhnungsbedürftigen Rennkanus gestartet wurde, die die Wander-, Wildwasser- und Kanupolo-Sportler vom WSV de Wittsee nicht so perfekt beherrschten. Manche Teams kippten mit den Zweier -und Vierer-Rennsportkanus bis zu dreimal beim Einsteigen ins Wasser, bis sie den Dreh raus hatten.
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