Fußball: Neue Marke Kostas
VON MAREK BOBROWSKI - zuletzt aktualisiert: 09.09.2010Vier Spiele, zehn Tore, vier allein am vergangenen Sonntag beim Schwalmtalderby in Dilkrath: Amerns Stürmer Konstantinos Agathagelidis hatte sich zehn Treffer als Ziel für die ganze Saison gesetzt. Jetzt muss er umplanen.
Konstantinos Agathagelidis – ein Name, an den sich die Bezirksligisten werden gewöhnen müssen. Zehn Tore erzielte der Stürmer der VSF Amern allein in den ersten vier Saisonspielen. Zuletzt traf der 25-Jährige gleich vier Mal beim 5:1-Sieg im Schwalmtalderby in Dilkrath und wurde einmal mehr zum Mann des Tages. "Ich fühle mich einfach wohl in Amern. Der Verein ist toll, meine Mitspieler sind super, und zudem weiß ich um das Vertrauen des Trainers. Das ist enorm wichtig für einen Stürmer. Der Rest läuft dann von alleine", erklärt "Kosta", wie er von seinen Mitspielern genannt wird, seinen momentanen "Lauf".
Einsame Laufeinheiten
"Chancentod" Ein ungewöhnlicher Spitzname für jemanden, der so treffsicher ist. Dennoch bekam Kosta von seinen Mannschaftskameraden diesen Namen aufgedrückt.
Initiative Amerns Stürmer arbeitet im Schichtdienst, so dass Trainingseinheiten nicht immer wahr genommen werden können. Agathagelidis: "Dann muss ich mich selbst fit halten und joggen."
Marcel Brinschwitz passt genau
Zudem profitiert er von Amerns neuem Spielsystem. Die VSF spielen mittlerweile mit zwei Spitzen und sind generell offensiver ausgerichtet. "Kosta besitzt eine unglaubliche Dynamik, setzt seinen Körper hervorragend ein und hat einen super Schuss", schwärmt Trainer Rainer Bruse von den Vorzügen seines Angreifers. Neben dem Vertrauen des Trainers kann "Kosta" aber auch auf seine Mannschaftskameraden zählen, die ihn immer wieder mit Pässen füttern. Vor allem seinen Sturmpartner Marcel Brinschwitz schätzt Agathagelidis sehr: "Ich bin wirklich glücklich Marcel neben mir zu haben. Ich kann mir einfach keinen besseren Sturmpartner vorstellen", freut sich der gelernte Glaser über seinen Angriffskollegen.
In der neuen Saison wollte "Kosta" unbedingt seine Marke aus der Vorsaison verbessern. Doch die neun Tore aus der Spielzeit 2009/2010 hat er nun bereits nach vier Spielen übertroffen. Allerdings kam Amerns Angreifer in der letzten Saison nicht über neun Spiele über die volle Distanz hinaus. Immer wieder warfen ihn Verletzungen zurück, so dass er nie richtig in Tritt kam. "Trotzdem war er unser Topscorer. Vor dem Tor fehlte ihm die Kaltschnäuzigkeit, daher glänzte er meist als Vorlagengeber", erklärt Bruse. Für die laufende Saison hat sich Agathagelidis auch schon ein neues Ziel gesetzt: "Ich möchte einen Topwert für einen Bezirksliga-Stürmer erreichen. Die 20-Tore-Marke ist jetzt mein neues Ziel."
Dabei kann er trotz seiner 25 Jahre bereits auf jede Menge Erfahrung bauen. In der Jugend begann er beim SC Waldniel, wechselte von den E- bis C-Junioren zum KFC Uerdingen und kam schließlich nach Waldniel zurück. Doch der KFC wollte ihn wieder, so dass "Kosta" in Uerdingen in der A-Jugend-Bundesliga auflief. "Leider hat es dann nicht geklappt, in den Regionalligakader zu kommen. Also wechselte ich in die Verbandsliga zum Rheydter SV." Weitere Stationen waren 1. FC Viersen, Union Nettetal, BSV Leutherheide und die Spvg. Odenkirchen, von wo aus er 2009 zu den VSF wechselte. In der Zukunft könnte Agathagelidis sich durchaus vorstellen noch einmal höherklassig zu spielen. "Es wäre toll, wenn ich mich noch einmal in der NRW-Liga beweisen dürfte.", erklärt "Kosta".
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