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Fußball: Nun ist der 1. FC in Gefahr

VON STEPHAN MANGELS - zuletzt aktualisiert: 31.03.2008

Für Viersen wird es in der Fußball-Verbandsliga immer enger. Zwar enttäuschte die Mannschaft von Trainer Vollack nicht gegen den Spitzenreiter. Doch die Siege der Konkurrenten sorgten für lange Gesichter.

Essener Überzahl: Jan Ballis (rechts) wird von einem Gegenspieler attackiert, ein anderer sichert ab. Der Viersener Stürmer blieb ohne Tor, wie auch seine Kollegen. Der 1. FC unterlag dem Tabellenführer 0:2.  Foto: RPO
Essener Überzahl: Jan Ballis (rechts) wird von einem Gegenspieler attackiert, ein anderer sichert ab. Der Viersener Stürmer blieb ohne Tor, wie auch seine Kollegen. Der 1. FC unterlag dem Tabellenführer 0:2. Foto: RPO

Pünktlich zu Spielbeginn setzte am Viersener Hohen Busch der Regen ein. Viersens Mannschaft und das Trainerduo JörgVollack/RalfBödeker klatschten sich ab. Der 1. FC hatte alles unternommen. Jetzt sollten und mussten es die in rot gekleideten Spieler richten. Doch im Spiel gegen den souveränen Spitzenreiter Rot-Weiß Essen II gingen Viersens Erfolgsaussichten sprichwörtlich den Bach hinunter. 0:2 hieß es am Ende der Spielzeit. Keine Frage, absolut verdient für die Essener.

Vor den Augen des Essener Vereinspräsidenten Rolf Hempelmann gaben sich die Gäste auch in Viersen keine Blöße und blieben im 22. Saisonspiel ohne Niederlage. Hingegen schlichen die Spieler des 1. FC mit gesenktem Haupt vom Platz. Sie wussten, dass sie dem Favoriten zwar kämpferisch alles abverlangt hatten, aber zum dritten Mal zu Hause ohne Punkte blieben.

Info

Ausgerechnet Hilden

Angstgegner Nächste Woche spielt man beim VfB Hilden. Keine guten Aussichten, denn Viersen kann gegen Hilden einfach nicht gewinnen.

Nachholtermin Vor dem Auftritt beim Ex-Klub von Jörg Vollack, dem 1. FC Wülfrath, steigt am Hohen Busch das Nachholspiel gegen Ratingen. Anpfiff ist am 9. April um 18.30 Uhr. Das Bocholt-Spiel ist noch nicht terminiert.

Kaum Torgefährlichkeit

„Wir haben vorne einfach ein Qualitätsproblem“, resümierte Viersens Trainer Jörg Vollack nach 90 Minuten. Im gesamten Spiel hatten die Rot-Weißen eigentlich nur zwei Möglichkeiten, einen Treffer zu erzielen. Die beste Chance hatte zweifellos Marijan Mustac. Aber sein Schuss streifte kurz nach der Pause nur den Pfosten des Gästetores.

Zwar gratulierte Vollack seinem Trainerkollegen zur (fast) sicheren Meisterschaft. Doch viel mehr machte er sich bereits Gedanken über die kommenden Wochen. Denn der 1. FC rutschte an diesem Spieltag erstmals nach langen Wochen wieder auf einen zweistelligen Tabellenplatz. In die unmittelbare Gefahrenzone. Bitter, nach einer wirklich ordentlichen Leistung. „Wir befinden uns in einer ganz gefährlichen Situation. Die Mannschaft hat eine tolle Moral bewiesen. Aber man kann einfach spüren und auch sehen, dass wir keine personellen Alternativen mehr haben“, warnte der Coach.

Routinier Christoph Kempers fiel zudem mit einer Wadenverhärtung aus und Vollack wollte auch kein unnötiges Risiko eingehen. Der Kapitän wird in Spielen gebraucht, in denen für den 1. FC dringende Ballsicherheit von Nöten ist. Viersen hielt lange das Unentschieden. Genau bis zur 72. Minute. Dann narrte Essens Uzum im Alleingang quasi Viersens gesamte Hintermannschaft, um h am herausstürmenden Thomas Gerdes vorbei zum Führungstreffer einzuschieben. In der Schlussminute war es demselben Spieler vorbehalten, den 2:0 Endstand zu besorgen.

„Gegen Essen konnte und musste man keine Punkte einplanen. Diese sind in den kommenden Wochen zu holen“, fasste Jörg Vollack zusammen. Am Hohen Busch kommen so langsam dunkle Wolken auf.

Quelle: RP

 
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