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Handball: Nur gemeinsam geht es da raus

zuletzt aktualisiert: 03.10.2009

Die SG Dülken kann im Abstiegskampf der Handball-Oberliga nun auch wieder auf Spielmacher Sven Weber setzen. Nach seiner Verletzungspause setzt er in erster Linie auf Mannschaftsgeist.

Nach einem doppelten Nasenbeinbruch beginnt die Saison für Sven Weber mit Verspätung. Heute (19.15 Uhr, Ransberghalle) macht der Spielmacher mit der SG Dülken sein erstes Heimspiel. Der 28-Jährige möchte dazu beitragen, dass der Oberligist gegen die HSG Düsseldorf II nach drei hohen Niederlagen die ersten Punkte sammelt. Mit ihm sprach Wiltrud Wolters.

Ist die Nase wieder richtig heil?

Weber "Ich gehe davon aus. Es ist jetzt fünf Wochen her, und sie sitzt wieder fest. Mal sehen wie das wird, wenn ich richtig getroffen werde.

Wie fühlt man sich, wenn man sich in der Vorbereitung gequält hat und dann nicht spielen kann?

Weber Ich leide mit. Aber ich befinde mich in einem Zwiespalt. Denn im Grunde hatte ich Glück im Unglück. Die Verletzung fiel mitten in meinen Examensstress. Ich hätte sowieso kürzer treten müssen. Nächste Woche stehen meine letzten drei mündlichen Prüfungen an. Danach werde ich dann wohl als Ergotherapeut arbeiten können.

Ihre Mannschaft hat die ersten drei Spiele deftig verloren. Wie beurteilen Sie das?

Weber Die ersten beiden Spiele habe ich nicht gesehen. Nach vergangener Woche bin ich, ehrlich gesagt, etwas ratlos. Wir wussten vorher, dass es mit nur vier Rückraumspielern schwer würde. Es ist jedoch heftig, nach drei Spielen mit 60 Toren am Ende der Tabelle zu stehen. Sicherlich zählen Hamborn und Aldekerk, unsere ersten Gegner, zu den Aufstiegsfavoriten. Ich weiß nicht, ob diese Niederlagen vorige Woche in Solingen noch so tief in den Köpfen verankert waren. Wir müssen unsere Punkte gegen die direkten Konkurrenten aus Wuppertal, Kapellen oder Neuss holen. Im Endeffekt haben wir auch die Qualität, gegen jeden aus dem Mittelfeld einen Punkt zu holen.

Was nehmen Sie sich gegen Düsseldorf vor?

Weber Das ist eine junge, dynamische Mannschaft. Aber wir spielen zu Hause und müssen dagegenhalten. Wenn es uns gelingt, von Anfang an in Führung zu gehen, ist was drin. Ich hoffe, dass das klappt. Mal sehen, wie sich das Examen auf Geist und Körper auswirkt.

Wie kommt die SG Dülken aus der Talsohle heraus?

Weber Wir dürfen uns nicht verrückt machen. Nur gemeinsam kommen wir da raus. Es darf nicht jeder versuchen, es alleine richten zu wollen. Wir müssen unsere Fehler minimieren, und jeder Einzelne muss zu alter Stärke zurückfinden. Sobald uns das gelingt, kommt das Erfolgserlebnis von ganz alleine. Das wäre ein schöner Lohn für die ganze Arbeit, die wir hier investieren.

Quelle: RP

 
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