Handball: Ratlose Gesichter in Lobberich nach dem 14:29
zuletzt aktualisiert: 26.01.2009Verbandsliga (wiwo) Man muss viele Jahre zurückblättern, um ein Spiel zu finden, in dem Lobberichs Handballer einmal nur 14 Tore geworfen haben. Daran kann sich eigentlich Keiner erinnern. Deshalb herrschte nach der erstaunlichen 14:29-Niederlage der Lobbericher gegen den TV Vorst Fassungslosigkeit. In der Hinrunde traf der TV im Schnitt der 13 Spiele 32-mal ins gegnerische Tor. Die Quote gegen Vorst war dagegen so schlecht, dass sie kaum zu messen lohnt.
Nicht zum Aushalten
In der ersten Hälfte brachte der TV ganze vier Tore zum 4:15 zustande. "Wir haben wie üblich unsere 30 Angriffe gehabt. Aber wir haben kollektiv das Schießen eingestellt und auch noch fahrig gedeckt. Es war einfach nicht zum Aushalten", sagtte Trainer Dieter Pietralla.
Doch es half nichts. Der Trainer musste wie seine Mannschaft dadurch. Er ließ das Team in der zweiten Hälfte ganz offensiv decken. Das half insofern, dass Vorst acht Minuten lang kein Tor warf. Lobberich machte allerdings auch nur eines.
"Ich kann mir das nicht erklären. Aber es nützt nichts. Mund abputzen und weiter. Wir wollen weiterhin eine vernünftige Saison spielen", sagte Pietralla.
Die 14 Tore gegen Vorst teilten sich Föhles (6), Chr. Liedtke (3), Orlea (2), D. Schönkes (2) und T. Liedtke.
Der TSV Kaldenkirchen siegte 34:28 bei der HSG Mülheim/Oberhausen. Spielertrainer Christian Konrads war zurecht stolz auf seine Truppe: "Wir haben konzentriert und engagiert gespielt. Im Gegensatz zum letzten Spiel stimmten Einstellung und Kampfbereitschaft diesmal."
Der TSV brauchte ein wenig, um sich in der Abwehr auf die Mülheimer einzustellen. Vor allem Lars Witthake, in der 5:1-Formation auf der offensiven Position, sowie Sven Withofs, der wechselweise auf beiden Halbpositionen deckte, überzeugten im Laufe des Spiels mit effektiver Abwehrarbeit. Da auch Didi Groetelaers im Tor einen gute Tag erwischte, übernahm der TSV nach dem 7:7 die Führung. Über 13:9 zur Pause erspielten sich die Kaldenkirchener einen sicheren Vorsprung.
Schnelles Spiel
Im Angriff funktionierte das Zusammenspiel zwischen Spielmacher und Kreisläufer immer besser. "Wir haben uns mit schnellem Spiel gut in Szene gesetzt", sagte Konrads. Vom Siebenmeterpunkt aus überraschte Matthias Heinrichs (9/6). Im Gegensatz zu Tamas Arato und Sebastian Gerits, die als etatmäßigen Werfer beim Strafwurf scheiterten, verwandelte Heinrichs seine sechs Versuche. Die weiteren Tore warfen Saulenas (6), Gerits (6), Witthake (4), Konrads (4), Hesse (2), Terhaag (2) und Arato.
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