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Fußball: Samstags war für mich immer Familientag

zuletzt aktualisiert: 30.03.2010

Seit 1970 leitete Heiner Thomaßen die Geschicke des Nachwuchses als Jugendobmann des Fußballkreises Kempen-Krefeld. RP-Mitarbeiter Frank Langen sprach mit dem St. Töniser über seinen Entschluss, sich nicht mehr zur Wahl zu stellen.

Herr Thomaßen, ist es Ihnen schwer gefallen, sich nicht mehr zur Wahl zu stellen?

Thomaßen: Ich habe mit dem Kreisvorsitzenden Willi Wittmann vor sechs Monaten Rücksprache gehalten, dass ich Platz für frisches und junges Blut machen möchte. Im November haben wir beide Raul Oreja angesprochen und seitdem mehrere Gespräche geführt. In der letzten Woche haben wir dann alles klar gemacht.

Ihr Nachfolger tritt aber ein schweres Erbe an, denn Sie hinterlassen doch schon eine große Lücke ?

Thomaßen: Heutzutage wird in diesem Amt kaum noch direkt über Fußball gesprochen. Sachen wie DFBnet haben auch hier schon Einzug gehalten. Raul Oreja ist schon seit Jahren beim Hülser SV im Jugendbereich tätig. Er kennt das Geschäft bestens und bringt sicherlich auch frischen Wind mit rein. Außerdem sind ja alle anderen Vorstandsmitglieder im Amt geblieben. Die werden ihn nach besten Kräften unterstützen.

Bis zum Saisonende sind Sie selbst aber noch weiterhin in Amt und Würden?

Thomaßen: Ich werde bis zum Sommer noch als Staffelleiter weitermachen. Sollten danach irgendwelche Fragen aufkommen, so werde ich natürlich auch darüber hinaus mit Rat und Tat zur Verfügung stehen.

Wobei Sie ja jetzt etwas mehr Zeit für die Familie haben?

Thomaßen: Bisher war der Samstag für mich immer der Familientag und Fußball an diesem Tag ein Tabuthema. Jetzt habe ich mehr Zeit für das Private und stehe nicht mehr so unter Druck, sondern kann über die Zeit verfügen, wie ich es will. Und dann werde ich mir Samstags auch mal ein E- oder F-Jugendspiel anschauen.

Quelle: RP

 
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