Schach: Schachspieler mit Zockerqualität
zuletzt aktualisiert: 18.12.2007Blitzschnell rennt der weiße Läufer über das Feld. Der schwarze Springer ist danach hüpfend auch nicht viel langsamer. Als nächstes eilt der weiße König los, kann der gegnerischen Dame gerade noch entkommen, lässt sich kurze Zeit später aber vom schwarzen Turm den Weg versperren – „das war’s“, seufzte Marc Sommer und gratulierte seinem Gegenüber Thomas Kretschmann (PSV Duisburg) zum Sieg.
Nur vier Minuten hatte die erste Partie des vereinslosen Dülkeners bei den Offenen Blitzschach-Stadtmeisterschaften 2007 gedauert. Am Ende landete er auf dem 14. von 17. Plätzen. Den Titel holte sich mit 13 Siegen und drei Remis der 19-jährige Michael Coenen (SG Köln-Porz), der damit Stadtmeister im Blitzschach und im Schach ist.
Nach dem Prinzip „Jeder gegen jeden“ traten die 17 Spieler aus Viersen, Duisburg, Recklinghausen oder Süchteln im Blitzschach an. Sie versuchten, innerhalb von höchstens zehn Minuten zu gewinnen – jeder Teilnehmer hatte pro Partie fünf Minuten Zeit, um sich seine Züge zu überlegen.
„Blitzschach hat Zockerqualitäten. Man kann dabei nicht so intensiv nachdenken“, beschrieb Armin Thelen das besondere an dem schnellen Spiel. Er war einer von drei Teilnehmern des Turnierausrichters SV Blau-Weiß Concordia Viersen im Wettbewerb. Thelen teilte sich am Schluss mit seinem Vereinskameraden Michael Glinzk den siebten Platz, der dritte Concorde Christoph Hollender wurde zehnter.
Platz zwei belegte Norbert Eßer (Sgem. Hochneukirch), dritter wurde Thomas Kretschmann – Marc Sommers erster Gegner in seinem allerersten Blitzschach-Turnier.
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