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Schmerzen und Schlafentzug

VON PAUL OFFERMANNS - zuletzt aktualisiert: 12.04.2008

Die Extremsportlerin Dagmar Großheim vom Viersener TV hat eine neue Herausforderung. Am 19. April fliegt die 46-Jährige nach New York, um beim Zehn-Tage-Rennen vom 23. April bis 3. Mai zu starten. Gelaufen wird auf einer Ein-Meilen-Runde im Corona Park/Queens in Flushing Meadows, wo sonst die Tennis-Asse der Welt die US Open spielen. „Ziel ist, so viele Meilen wie möglich zu laufen. Das Rennen geht Tag und Nacht, die Pausen teilt jeder sich selbst ein. Wenn ich vorne mitlaufen will, kann ich sicherlich nicht mehr als zwei Stunden pro Tag schlafen. Es ist vor allem mentale Stärke gefordert“, sagt die Zehnfachtriathlon-Weltmeisterin: „Zehn Tage werden wir uns wohl mit den verschiedensten Schmerzen anfreunden müssen. Und, was noch schwerer ist, mit zehn Tagen Schlafentzug.“

Einige Rekorde sind möglich

Begleitet wird die ehemalige Jugend-Leistungsschwimmerin wieder von ihrem Lebenspartner Achim Heukemes, der ebenfalls am Start ist, sowie von einem Physiotherapeuten. Sie hat in New York die Möglichkeit, nationale oder internationale Rekorde über 72 Stunden, sechs Tage, zehn Tage oder 1000 Kilometer aufzustellen. „Was uns beiden noch fehlt, ist ein deutscher Doppelsieg Großheim/Heukemes. Wir werden es versuchen und unser Bestes geben, obwohl sehr starke Konkurrenz am Start sein wird“, sagt Dagmar Großheim.

Sie hat im September vergangenen Jahres mit dem Training für New York begonnen und seitdem über 4500 Kilometer zurückgelegt, allein auf Lanzarote im Februar in drei Wochen 800 Kilometer. Mehrere Vorbereitungswettkämpfe waren dabei über verschiedene Distanzen, z.B. zehn Kilometer, Halbmarathon, Marathon und Sechsstundenläufe. „Sie dienen hauptsächlich der Tempohärte. Sie sind deshalb auch über kurze Distanzen sinnvoll“, so Dagmar Großheim.

Zum Trainingsabschluss lief sie über die Deutsche Weinstraße in Bad Dürkheim. Die Strecke war sehr anspruchsvoll: 500 Höhenmeter, Wetter kalt, viel Regen und Hagel. Ihre Zeit betrug am Ende 3:58,43 Stunden. „Ich bin zufrieden mit der Leistung. Nun kann ich gut gerüstet nach New York aufbrechen“, so Großheim. „Nach dem Zehntagerennen mache in diesem Jahr keine lange Trainingspause wie sonst, sondern bereite mich auf den Höhepunkt im nächsten Jahr vor: den Transeuropa-Lauf von Bari in Italiens Süden zum Nordkap. Ein Wettkampf zwischen 50 Teilnehmern über 64 Etappen ohne Pausentage mit einer Streckenlänge von zirka 4500 Kilometern.“, sagt sie. Wieder eine neue Herausforderung.

Quelle: RP

 
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