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Handball: So plant Dülken für die Oberliga

zuletzt aktualisiert: 08.02.2008

Der Handball-Verbandsligist ist mit deutlichem Vorsprung Tabellenführer. André Hermkens sprach mit der RP über Verstärkungen und darüber, wie der Klub die steigenden Kosten stemmen will. „Wir können Sportgeschichte schreiben“, sagt der Abteilungsleiter.

Handball Die Verbandsliga-Handballer der SG Dülken steuern die Oberliga an. Die Mannschaft hat alle bisherigen 15 Spiele gewonnen und ist damit als einzige Herrenmannschaft in den Spielklassen des Handballverbandes Niederrhein noch ohne jeden Punktverlust. Diese herausragende Serie allein ist schon bemerkenswert genug. Doch erst die Schwäche der Konkurrenten – Kaldenkirchen weist als Zweiter schon zehn Punkte Rückstand auf – lässt den Traum von der Oberliga immer realer werden. Wiltrud Wolters sprach mit Abteilungsleiter André Hermkens.

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass die SG Dülken kommende Saison in der Oberliga spielt?

Hermkens Nach dem bisherigen Verlauf der Saison ist sie sehr hoch. Die Planungen laufen bereits.

Was wird sich in sportlicher Hinsicht tun?

Hermkens Wir versuchen, so viel von unserem vorhandenem Potential wie möglich mitzunehmen. An den Stellen, an denen Bedarf gesehen wird, bemühen wir uns um Verstärkungen. Schließlich wollen wir in der neuen Liga nicht sang- und klanglos untergehen.

Mit Torhüter Kai Hebben aus Süchteln steht der erste Neuzugang fest. Wo besteht darüber hinaus Handlungsbedarf?

Hermkens Im Rückraum wollen wir schwerer auszurechnen sein. Wir werden uns punktuell verstärken, aber wir können wahrscheinlich nicht alles aus eigenen Reihen schließen. Die SG hat eine sehr talentierte A-Jugend. Vier Spieler daraus sind schon im Kader. Die A-Jugendlichen sollen ihre Chance bekommen.

Was kommt wirtschaftlich auf Sie zu?

Hermkens Wir rechnen mit einem Mehraufwand im fünfstelligen Bereich. Das fängt mit den höheren Anfahrtskosten oder den steigenden Schiedsrichterkosten und endet mit den Aufwendungen, die ansonsten rund um die Mannschaft und die Spiele wachsen werden. Wir betreten wirtschaftlich gesehen Neuland. Wir wollen ein Gerüst aufbauen, auf dem die Oberliga stehen kann. Glücklicherweise leisten viele Menschen im Umfeld einen wichtigen Beitrag, damit die SG Dülken erfolgreich sein kann. Dazu gehören beispielsweise Carlos Reichardt, der sich um die Finanzen kümmert, unser Jugendwart Hermann-Josef Magolei, Männerwart Ralf Beier, mein Bruder Stefan Hermkens aber auch unser Geschäftsführer Stephan Lück als Brücke zum Gesamtverein oder aber Fritz Meies, der uns spontan – wie auch schon in der Vergangenheit – seine Unterstützung zugesagt hat. Von seiner Erfahrung und seinem Verhandlungsgeschick können wir viel lernen.

Wie wollen Sie diese zusätzlichen Kosten decken?

Hermkens Ohne unsere Sponsoren vor Ort wäre das nicht möglich. Wir sind sehr dankbar, dass unsere bisherigen Geldgeber dabei bleiben wollen und hoffen, dass der Kreis wächst. Aus den Möglichkeiten, die wir haben, wollen wir das Beste machen. Mit dieser sehr starken, ambitionierten sportlichen Leistung können wir Sportgeschichte in Dülken schreiben. Wir hoffen, dass das viele Leute hier begeistert.

Sie haben einmal gesagt, dass die SG Dülken die Nummer eins im Handball im Kreis Viersen werden will. Eine Mannschaft in der Oberliga wird dazu nicht reichen. Wie sieht das Gesamtkonzept der SG Dülken für die Zukunft aus?

Hermkens Die Erste Mannschaft ist das Zugpferd der Abteilung für den Handballsport mit Zukunft in Dülken. Wir wollen die Mannschaft in der Oberliga etablieren und den Unterbau in der Jugend und im Seniorenbereich festigen. Mit den Trainern haben wir es sehr gut angetroffen. Goran Sopov ist als Trainer der Ersten Mannschaft der Garant für den Erfolg. Jürgen Thomas leistet als A-Jugend-Trainer exzellente Vorarbeit. Hilde Wiemes wird mit der B1-Jugend um die Oberliga-Qualifikation spielen. Insgesamt ist ein Wandel in unserer Abteilung deutlich spürbar. Viele Enthusiasten, die vor 20 Jahren selbst mit Dülken in der Oberliga gespielt haben, sind wieder dabei. Die Zuschauerzahlen steigen sukzessive. Aber es ist natürlich ein beschwerlicher Weg.

Quelle: RP

 
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