Handball: Sonntags-Leckerbissen
VON WILTRUD WOLTERS - zuletzt aktualisiert: 22.11.2008Im Pokal treffen morgen die Handballer von TV Lobberich und SG Dülken aufeinander. Beide sind in der Meisterschaftsrunde glänzend in die Saison gestartet und nun auch im Pokal sehr ehrgeizig. Bei Frauen-Oberligist Süchteln denkt der neue Trainer Frank Schuren an ein neues Ziel.
Handball „Das wird ein tolles Spiel“ ist Dieter Pietralla, Trainer des Verbandsligisten TV Lobberich, sicher. Auch Oberligist SG Dülken freuen sich. „Wir sind alle begeistert“, sagt Trainer Goran Sopov. Das Duell der beiden Aufsteiger am Sonntag um 11.45 Uhr in Lobberich ist der handballerische Leckerbissen in der Hauptrunde des Kreispokals. „Es ist nur schade, dass wir uns schon so früh im Wettbewerb gegenüberstehen“, meint Pietralla.
Beide Mannschaften gehören zu den positiven Überraschungen der Saison. Bereits nach wenigen Spieltagen haben sie sich durch Auftreten und Erfolge Respekt und Anerkennung verdient. Lobberich hat in der Verbandsliga noch kein Spiel verloren, Dülken mischt in den oberen Regionen der Oberliga mit. Entsprechend ambitioniert sind beide. „Wir nehmen das Spiel ernst und wollen gewinnen“, erklären Pietralla und Sopov unisono. Schließlich geht es nicht nur um den Sieg, sondern auch uns Prestige. Seit Jahren kennen sich beide Mannschaften gut, bestreiten regelmäßig Freundschaftsspiele. Bei den Lobberichern fehlt Hendrik Schönkes aufgrund einer Knieverletzung. Aus dem gleichen Grund pausiert René Landwehrs bei der SG. Auch der Einsatz von Mark Kämmerling ist wegen einer Rückenverletzung ungewiss.
In einem weiteren Pokalspiel erwartet der TV Boisheim heute um 17.30 Uhr in der Ostschule Grefrath. Der ASV Süchteln steht bereits in der nächsten Runde: Anrath hat abgesagt, da ihm Spieler fehlen.
In der Frauen-Oberliga spielt der ASV Süchteln am Sonntag beim HSV Gräfrath. „Wir fahren nicht hin, um zu verlieren. Wir wollen gewinnen und das ist auch realistisch“, sagt der neue Trainer Frank Schuren. Der 40-Jährige hat sich mit seinem Team viel vorgenommen: „Das offizielle Ziel lautet Klassenerhalt. Mit der Mannschaft müsste es aber möglich sein, in der oberen Tabellenhälfte zu landen.“ Nach der ersten Wochen in seiner neuen Aufgabe ist der Sonderschulpädagoge begeistert: „Wir haben eine schöne Mischung aus sehr erfahrenen und vielen jungen Spielerinnen. Die Mannschaft ist sehr motiviert.“ Vorerst will er das Traineramt bis zum Saisonende bekleiden. „Ich kann mit aber auch vorstellen, das über die Saison hinaus zu machen“, meint Schuren. Das wiederum erklärt sein Ziel, Eigengewächse aufzubauen. „Wir haben viel Potenzial in der Jugend. Das ist eine schöne Ausgangsposition, um eine Mannschaft mit Spielerinnen aus Süchteln aufzustellen.“
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