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Fußball: Tatsächliche und gefühlte Favoriten

VON KARSTEN KELLERMANN - zuletzt aktualisiert: 27.09.2006

Eines haben die Fußball-Trainer Thomas Pütz und Andreas Mair gemeinsam. Sie sehen ihre Bezirksliga-Mannschaften – Concordia Viersen hier und ASV Süchteln da – in der vierten Rundes des Kreispokals nicht in der Favoritenrolle. Pütz nimmt man das sofort ab, treffen seine Concorden doch auf den Landesligisten Odenkirchen (heute, 19.30 Uhr, Kunstrasenplatz am Hohen Busch). „Ich fühle mich als Nicht-Favorit auch wohler“, erinnert sich Pütz (Foto: JRÜ) an das Drittrundenspiel gegen den A-Kreisligisten Geistenbeck, das die Concorden erst nach Verlängerung 4:2 gewannen. Seine Spieler hatte er zwar gut eingestellt, doch irgendwie kam sie dann doch durch, die Meinung „mit 70 Prozent“ die Sache hinbiegen zu können. Gegen Odenkirchen wird das anders sein: Der Underdog will dem Klassenhöheren ein Schnippchen schlagen.

Süchteln tritt beim A-Kreisligisten Holt an (Donnerstag, 19 Uhr) – und drängt den klassentieferen Gegner in eine eher gefühlte Favoritenrolle. Der Grund: Dem ASV fehlen acht Stammspieler. Andreas Mair will zwar eine Runde weiter kommen, „doch es wird nicht einfach werden“, weiß der Trainer. Er hofft, dass seine junge (Rumpf-) Mannschaft die Ruhe bewahrt – was das Spiel angeht, aber auch die Disziplin. Nochmal drei Rote Karten wie beim Drittrunden-Sieg in Neuwerk, das wäre fatal. Ein zusätzlicher Ansporn: „Im Halbfinale kommt dann der 1. FC Viersen. Darauf sind die Jungs heiß.“

Mair setzt indes voraus, dass der Verbandsligist, der höchst spielende Klub im Wettbewerb, beim A-Ligisten Kleinenbroich siegt (Donnerstag, 19 Uhr). In diesem Vergleich ist die Favoritenrolle klar vergeben. „Ich erwarte einen ungefährdeten Sieg“, sagt 1. FC-Trainer Willi Kehrberg. Er hat seine Abneigung gegen den Pokalwettbewerb ein wenig abgelegt: „Über diese Spiele können wir in unseren Rhythmus kommen“, weiß Kehrberg, dessen Ensemble in der Liga trotz des 2:0-Sieges gegen Baumberg noch zu wenig konstant spielt.

Quelle: RP

 
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