Fußball: Teamgeist ist Trumpf
VON CHRISTIAN SPOLDERS - zuletzt aktualisiert: 08.02.2010Der SC Waldniel hat nach der großen Wechselwelle in den vergangenen Monaten das Training angezogen und arbeitet am Teamgeist. Der ist beim Bezirksligisten gewachsen – auch dank des zweiten Platzes beim Masters.
Die Testspiele
Test eins Gegen den Bezirksligisten SG Kaarst unterlag der SC 0:1.
Test zwei Bei Fortuna Dilkrath gab es eine 3:4-Niederlage.
Test drei Am Mittwoch geht es zum Bezirksligisten ASV Süchteln (19.30 Uhr).
Test vier Am Samstag, 13. Februar, testet Waldniel beim SC Rheindahlen (16 Uhr) erneut gegen einen Bezirksligisten.
Das Ergebnis klingt zwar interessant, war am Ende aber nicht mehr so wichtig. 3:4 unterlag der SC Waldniel im jüngsten Vorbereitungsspiel auf die Rückrunde in der Bezirksliga bei Fortuna Dilkrath, holte durch einen Doppelpack von Niclas Kellers und ein Last-Minute-Tor von Robin Cüsters zwei Rückstände auf – und verlor in der Nachspielzeit doch beim Liga-Rivalen.
Doch lange wollte sich Trainer Raimund Schleszies mit dem Resultat nicht aufhalten. "Ich konnte alle 18 Spieler einsetzen, es war ein guter Test", sagte er. Anders als in den Wochen zuvor konnte er sein Team überhaupt erstmal wieder zu einem Spiel aufs Feld schicken: Es war erst das zweite Vorbereitungsspiel. "Um zu überprüfen, wie fit die Mannschaft ist, brauche ich diese Tests aber", sagt der Trainer.
Trainingsplan angezogen
Nachdem er den Sport-Club jedoch in schlechter körperlicher Verfassung im vergangenen Spätsommer übernommen hatte, hat er ihn bereits während der laufenden Saison wieder auf ein taugliches Niveau geführt. "Bis auf Rhenania Hinsbeck habe ich keinen Gegner gesehen, der uns unbedingt hätte schlagen müssen." Bei den vier Niederlagen unter Schleszies' Regie habe es "an Nuancen, am Glück gefehlt", sagt er. Das soll nun erzwungen werden. "In dieser Liga muss gekämpft werden. Da kann man sich keine schöpferischen Pausen erlauben." Und darum zog er den Trainingsplan in den vergangenen Wochen ordentlich an, ließ viele Zweikämpfe trainieren, zudem Koordination, Ausdauer und Sprint.
Hinzugesellt haben sich bei den Einheiten in Serkan Benzer (Stürmer, von Tura Brüggen) und Tim Titzkus (Verteidiger, vom 1. FC Viersen II) zwei neue Spieler sowie in Michael Zaum ein neuer Co-Trainer (und Vertrauter Schleszies'). Bedarf war nicht unbedingt da, aber "wenn sich die Chance bietet, gute Leute zu holen, sollte man das auch machen", sagt der Coach.
Beide haben sich bereits gut ins Team integriert, auch wenn Titzkus noch verletzt ist. Ohnehin ist der neue Teamgeist nach den vielen Wechseln zu Saisonbeginn in der Vorbereitung gewachsen. "Das wir beim Masters das Finale erreicht haben, hat uns enger zusammengeführt", sagt der Trainer. "Und wir haben gemerkt, dass wir auch mit höherklassigen Teams mithalten können." Das Vertrauen in die eigene Stärke soll in den 14 restlichen Saisonspielen dazu führen, dass die Waldnieler nochmal einen Sprung nach oben machen. "Nach ganz oben ist er Zug abgefahren", weiß der Trainer. "Aber vielleicht werden wir noch bestes Grenzland-Team."
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