Handball: Trainer Goran Sopov schmeißt in Dülken hin
VON WILTRUD WOLTERS - zuletzt aktualisiert: 11.02.2012Handball (RP). Nach beinahe sieben erfolgreichen Jahren gehen die SG Dülken und Goran Sopov sowie Alex Lenzen ab sofort getrennte Wege. "Ich habe mich am Donnerstag nach dem Training von den Jungs verabschiedet", sagt Sopov. Hintergrund des plötzlichen Abschiedes war der Wunsch des Vereins, die Zusammenarbeit mit dem Trainer am Saisonende zu beenden. Dieses Gespräch hatte es am Mittwochabend gegeben. "Ich bin ehrlich. Das kann ich nicht. Im Abstiegskampf muss man einhundertprozentig bei der Sache sein. Ich hätte nicht so tun können, als wäre nichts gewesen", sagt Sopov.
Mit Herz und Seele engagierte sich der 42-Jährige für die SG Dülken. Zunächst als Spielertrainer und später ausschließlich an der Seitenlinie. In seine Zeit fiel die erfolgreichste Phase für den Dülkener Männerhandball in den vergangenen zwei Jahrzehnten. Mit Sopov gelangen der SG zwei Aufstiege bis in die Oberliga und in den vergangenen Jahren trotz aller Unkenrufe und personellen Probleme jeweils der Klassenerhalt. Derzeit spielt die SG ihre vierte Oberliga-Saison und kämpft wieder gegen den Abstieg. "Wir haben viel geackert und viel geschafft. Es waren tolle Jahre für mich", sagt der ehemalige mazedonische Nationalspieler. Mit seiner Familie ist Sopov in Dülken heimisch geworden und diese Verbundenheit möchte er sich auch bewahren: "Es ist schade. Aber ich hoffe, dass das eine positive Wirkung auf die Mannschaft hat. Die Jungs sollen an sich glauben und in der Liga bleiben."
Die SG Dülken sucht nun zunächst nach einer Interimslösung, denn schon morgen steht eines der wichtigsten Spiele der Saison an. Die Mannschaft tritt beim TV Jahn Hiesfeld an. Beide kämpfen gegen den Abstieg. Derzeit haben die Hiesfelder die besseren Karten und liegen zwei Punkte vor der SG. Ein Sieg wäre im direkten Vergleich für Dülken also eminent wichtig, damit der Kontakt zu den Nicht-Abstiegsplätzen nicht abreißt. Allerdings ist die Aufgabe nicht einfach. Hiesfeld liegt Dülken nicht unbedingt. Im Hinspiel gab es eine deftige 25:32-Schlappe. Vor allem Felix Busjan, Christian Ginters und Marek Scharfenberg bereiteten der SG immer wieder Probleme.
Im Halbfinale des Kreispokals siegte die SG am Dienstag bei der TS St. Tönis 28:26. Im Endspiel wartet nun die DJK Adler Königshof, die den TV Lobberich im Semifinale ausschaltete. Diese beiden treffen in der Meisterschaft wieder aufeinander. "Wir sind krasser Außenseiter. Im Grunde können wir nur gewinnen", sagt Lobberichs Trainer Jurek Tomasik für dem Gastspiel in Königshof. Der Neuaufbau nach dem bevorstehenden Abstieg aus der Oberliga läuft bereits. Mit Michael Arbogast rückt der vierte A-Jugendliche in den Kader. Fraglich ist der Einsatz von Robert Hanka und Tom Thelen. Christoph Steller fehlt aus beruflichen Gründen.
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